Alles oder nichts für den TVE

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Mit vier Toren Rückstand tritt der TV Emsdetten bei der HSG Krefeld an. Die Hinspielniederlage von 32:36 Toren muss aufgeholt werden, ansonsten ist der Traum von der Rückkehr in die zweite Handball Bundesliga einmal mehr schon in der ersten Runde der Aufstiegsspiele ausgeträumt.

Wie schwer die Aufgabe wird, konnten die Emsdettener Handballfans letzte Woche beim Heimspiel erleben. Abgezockt, cool und auch in schwierigen Situationen immer mit einem klaren Kopf: Möchte man die HSG Krefeld schlagen, reicht es nicht, nur eine gute Leistung auf die Platte zu bringen. Möchte man dieses Team in Bedrängnis bringen, dann muss man den Erfolg auch ein Stück weit erzwingen.

Krefeld muss verlieren lernen

Möchte man im Rückspiel eine Chance aufs weiterkommen haben, muss Krefeld die erste Niederlage der Saison beigebracht werden. Die sind mit 59:1 Punkten durch die Liga geflogen, mussten nicht eine Pleite einstecken. Die haben eine solch breite Brust, das Selbstvertrauen dieser Mannschaft war in Emsdetten wirklich zu spüren. Auch bei fünf Toren Rückstand und einer brodelnden EMS-Halle ließen sich die Krefelder nicht aus der Ruhe bringen, zogen ihr Spiel konsequent durch. Wenn die Wende im Rückspiel gelingen soll muss vor allem eins klappen: Der HSG Krefeld muss auf der Platte klar gemacht werden dass sie viel zu verlieren hat. Fängt der Kopf an zu arbeiten, schmilzt der Vorsprung oder sie müssen einem Rückstand hinterher laufen: Dann wird sicherlich auch beim Team von Trainer Mark Schmetz der Gedanke aufkommen, dass man hier doch unter Druck steht.

(Foto: Fisseler)

Grundlage dafür: Jörn Persson darf nicht wieder so einfach zu Torabschlüssen kommen. Aberwitzige 14 Tore, neun davon nach der Pause, erzielte die Nummer 34 in Emsdetten. Dem Rückraumspieler der HSG muss die gesunde Härte des Handballsports gezeigt werden, der muss fest gemacht und am Torabschluss gehindert werden. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte TVE-Trainer Lennart Lingener: „14 Gegentore von einem Spieler sind zu viel. Das wird uns im Rückspiel nicht wieder passieren“. Wir nehmen ihn beim Wort und hoffen, dass Persson am kommenden Samstag nicht wieder machen darf was er möchte.

Von den Besten lernen: TVE muss abgebrühter agieren

Das war schon beeindruckend was die HSG Krefeld im Hinspiel geboten hat. Die mentale Stärke dieses Teams, auch in Drucksituationen standzuhalten, ist in solchen Aufstiegsspielen ein großer Vorteil. Ob doppelte Unterzahl, drohendes passives Spiel, rote Karte oder die ablaufende Uhr: Krefeld zog unbeeindruckt durch. Das darf sich der TV Emsdetten gern abgucken, darf im Rückspiel nicht nervös werden. In wichtigen Momenten landete der Ball zu oft am Aluminiumgehäuse des Tores statt im Netz. Auch Tempogegenstöße wie von Rene Zobel (mit neun Treffern immerhin bester TVE Torschütze) im zweiten Durchgang waren nicht zwangsläufig im Tor. Hier dürfen unsere Jungs gern die sich bietenden Chancen nutzen, sich ein wenig von der Lockerheit der HSG abgucken. Schließlich hat man nach dem Hinspiel nichts mehr zu verlieren. Ein hoher Emsdettener Sieg muss her. Schwer, aber nicht unmöglich.

(Foto: Fisseler)

Bei diesen Ergebnissen steht der TVE in der nächsten Runde

Nach der 32:36 Niederlage im Heimspiel reist der TVE mit vier Toren Rückstand nach Krefeld. Jeder Auswärtssieg mit fünf Toren würde für Emsdetten zum weiterkommen reichen. Bei einem Sieg mit vier Toren Vorsprung müssen die Dettener wenigstens 37 Auswärtstore werfen. Das Ergebnis müsste also 37:33 oder höher ausfallen.

Begleitet wird unser Herzblut-Team von mehreren hundert Fans. Der Fanclub Crocodiles organisiert wieder eine Busfahrt, viele werden mit privatem PKW anreisen. Die Halle ist natürlich ausverkauft. An Unterstützung vor Ort wird es nicht mangeln. Sollte das Ergebnis aus dem Hinspiel noch gedreht werden, wird es sicher eine grüne Party in Krefeld geben. Drücken wir die Daumen, dass das Handballwunder dieses Jahr stattfindet.

Wer nicht mit nach Krefeld fahren kann, darf auf unseren bewährten AllesDetten-Raiffeisen-Liveticker zurückgreifen. Wir fahren ins Rheinland um live von der Partie zu berichten mit allen Toren und wichtigen Infos von vor Ort. Anpfiff ist um 19:30 Uhr, spätestens ab 19:15 Uhr ist der Ticker „scharf“ geschaltet.

3 Kommentare

  1. Mein TVE Herzblut wird Live in Krefeld für unsere Jungens bis zum Abpfiff durch meine Adern fließen ❤️

  2. TV Emsdetten soll gerne die geforderte, größere Härte gegenüber Björn Persson probieren. Dann werden sie dauerhaft in Unterzahl spielen. Das haben schon einige ausprobiert.

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