Ab Sonntag, 27.12. wird im Kreis Steinfurt geimpft

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(Foto: Eike Brünen)

Nach der Zulassung des ersten Corona-Impfstoffes in der EU wartet auch der Kreis Steinfurt auf die Anlieferung von Impfdosen. Eine kleine Menge ist für den 27. Dezember angekündigt, weitere für die folgenden Tage. „Am Sonntag wird voraussichtlich in zwei Pflegeeinrichtungen geimpft“, so Dr. Karlheinz Fuchs, Leiter der Stabsstelle Corona beim Kreis Steinfurt. Der Kreis kümmert sich um die Gesamtorganisation der Impfaktion, die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) verantwortet die ärztlichen Leistungen.

Die WTG-Behörde beim Kreis (Wohn- und Teilhabe-Gesetz, ehemals Heimaufsicht) steht seit Wochen zum Thema Impfen im engen Kontakt mit den Pflege- und Eingliederungshilfe-Einrichtungen, um diese stets mit den aktuellsten Informationen zu versorgen und die Impfbereitschaft abzufragen. „Wenn wir das Signal bekommen, dass wir Impfstoff abrufen können, müssen wir sofort handlungsfähig sein“, erklärt Roswitha Reckels, Leiterin des Amtes für Soziales, Pflege und Gesundheit.

In den ersten Tagen der Impfaktion stehen die Einrichtungen im Fokus. „Sobald wir jedoch mehr Impfstoff bekommen, werden wir selbstverständlich die weiteren Gruppen mit höchster Priorität auf Basis der Bundes-Impfverordnung vom 18.12. in den Blick nehmen“, betont Dr. Fuchs. Dazu zählen Pflegekräfte und Menschen über 80 Jahre. „Wir hoffen, dass wir schnellstmöglich in unserem betriebsbereiten Impfzentrum am Flughafen Münster-Osnabrück in Greven impfen können!“ Der Kreis erarbeitet derzeit gemeinsam mit den Hilfsorganisationen Lösungen, wie über 80jährige, nicht eigenständig oder mit Hilfe von Angehörigen mobile Bürgerinnen und Bürger zum Impfzentrum gebracht werden können.

Und auch für einen weiteren Aspekt in der gewaltigen Herausforderung „Impfen“ erstellt der Kreis derzeit Konzepte: „Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Pflegebedürftigkeit in Einrichtungen betreut werden, können wir relativ problemlos erreichen. Anders ist das natürlich bei denen, die zuhause gepflegt werden“, so Roswitha Reckels. „Diese Menschen haben wir ebenfalls fest im Blick.“ Sobald Impfstoff für diese Zielgruppe abgerufen werden kann, wird der Kreis Steinfurt über seine Homepage und die Medien über das weitere Vorgehen und die Vergabe der Impftermine informieren.

Der Kreis Steinfurt wird die Bevölkerung zeitgerecht über die Entwicklungen in Sachen „Impfung gegen SARS-CoV-2“ auf dem Laufenden halten – bis dahin bittet er, von diesbezüglichen Nachfragen abzusehen.

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