Ab dem 26. November geht für die Emsdettener Theatertage der Vorhang auf

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(Foto: pixabay)

Die Emsdettener Theatertage 2021 des emskult e.V. finden im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik statt. Vom 26. bis 28. November heißt es nach einem Jahr coronabedingter Pause wieder „Bühne frei und Vorhang auf“.

In einer Pressemeldung heißt es hierzu: „Wir freuen uns sehr, dass wir dem Emsdettener Publikum nach der Corona-Pause endlich wieder ausgezeichnete und besondere Künstler/innen der Kleinkunstszene präsentieren dürfen! Die Protagonisten/innen waren bereits für 2020 engagiert worden und nun stehen sie hier auf der Bühne.“

Das Programm sieht wie folgt aus:

Freitag, 26.11.2021
Michael Feindler
„Ihr Standort wird berechnet“

(Foto: Veranstalter)

Michael Feindler gilt als Feingeist des politischen Kabaretts. Dabei handelt es sich bei seinen Darbietungen auf der Bühne zunehmend um Verzweiflungstaten. Worte, die dem unbedarften Hörer poetisch anmuten, sind für Feindler vor allem ein Versuch, mit Hilfe sprachlicher Verdichtungen eine auseinanderbrechende Welt zusammenzuhalten. Dabei liegt Feindlers Stimme angenehm im Ohr, ob er nun reimt, singt oder schnörkellos feststellt. Wenn er politische Weltbilder angreift, wählt er energieeffiziente Methoden: Was an der Kante zum Abgrund steht, braucht nur noch einen sanften Impuls. Im neuen Bühnenprogramm unternimmt Michael Feindler den Versuch einer Standortbestimmung, und zwar für die Menschheit im Allgemeinen: Zwischen ökologischem Kollaps, Demokratiekrise und unübersichtlichen Datenströmen will er Freiraum für politische Visionen schaffen. Das ist anmaßend, aber womöglich der einzig realistische Weg aus den Dilemmata – nicht nur für Bildungsbürger, denen bei der Verwendung eines korrekten Plurals ein begeistertes „Scheiß die Wand an!“ entfährt. Denn zwischen geschmeidig gereimten Worten lauern Wendungen und Erkenntnisse, die trotz des Programmtitels eines gewiss nicht sind: berechenbar.

Samstag, 27.11.2021
Christoph Tiemann und das Theater ex libris
„Eine Weihnachtsgeschichte“

London, 1843. Dem hartherzigen Geldverleiher Ebenezer Scrooge ist Weihnachten ein Dorn im Auge. Für ihn ist es nur ein Tag, an dem er seinen Angestellten Lohn fürs Faulenzen bezahlen muss. Doch in der Nacht des Heiligen Abends begegnet er vier Geistern, die sein Leben für immer verändern werden.
Charles Dickens weihnachtliche Geistergeschichte erschien erstmals im Dezember 1843 und ist seitdem auch weit über Großbritannien hinaus zu einer Adventstradition geworden.
Es ist eine Freude zu sehen und zu hören, wie das Ensemble in über 20 verschiedene Rollen schlüpft und die Geschichte lebendig werden lässt. Die musikalische Begleitung lässt dann endgültig Vorfreude auf Weihnachten aufkommen. Ein Live-Hörspiel, das zu Herzen geht.

Sonntag, 28.11.2021
Duo Conjak mit Christiane Hagedorn
„Sieben Brücken“

(Foto: Veranstalter)

„Über sieben Brücken musst du geh‘n“ – ein Lied aus Ostdeutschland, das in seiner Coverversion auch in Westdeutschland zu einem Riesenerfolg wurde. Ein Lied, geliebt, gehasst, belächelt, aber nicht totzukriegen, ein Lied, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zweier Freundinnen zieht und das Versprechen gibt, dass am Ende alles gut wird, wenn man nur lange genug durchhält … oder?
Herz des Abends ist eine Auswahl ost- und westdeutscher Songs der 80er/90er Jahre (von Karat, Gundermann, Silly, City, Karussell, Ideal, Nena, Joachim Witt, Rio Reiser, Nina Hagen u.a.), die – raffiniert bearbeitet in kleiner Besetzung und originellen Arrangements zwischen Acoustic Pop, Gypsy-Swing und Polka – das damalige Lebensgefühl und die Träume der Menschen hüben wie drüben transportieren und mit emotionaler Wucht die Geschichte vorantreiben, die den Rahmen des Abends bildet:
Caro, Leistungsturnerin, muss nach ihrer Ausreise als Kind mit der Familie von Berlin ins Münsterland neben der neuen Freiheit und den daraus r e s u l t i e r e n – den Entfaltungsmöglichkeiten auch die Kälte der Marktwirtschaft erleben und die ungenügend erfolgte Auseinandersetzung mit der braunen Vergangenheit im westdeutschen Teil ihrer Familie.
Die unangepasste Tine, zurückgeblieben im Ostberliner Randbezirk, muss sich derweil wegen mangelnder Linientreue vom Traum einer Gesangskarriere verabschieden und nach dem Fall der Mauer als Lebenskünstlerin behaupten in einem neuen Berlin, in dem vieles von dem, was sie gelernt hat, nicht mehr gilt. Im Zuge der Wiedervereinigung müssen Tine und Caro erkennen, dass sie inzwischen mehr trennt als der „Eiserne Vorhang“

Eintrittskarten

Der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag, 06.11.2021 im atelier buch & kunst und am Montag, 08.11.2021 beim Verkehrsverein (da auch online möglich).

AllesDetten verlost zu jeder Veranstaltung 1 x 2 Karten. Interessenten senden bitte eine Mail mit der gewünschten Veranstaltung in der Betreffzeile sowie Namen und Anschrift im Text an gewinnen@AllesDetten.de. Sobald für die jeweilige Veranstaltung die ersten zehn Bewerber vorliegen, wird aus diesen ausgelost. Viel Glück!!!

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