Grüne Umfrage zur Barrierefreiheit in Emsdetten: Befriedigend bis mangelhaft

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(Foto: privat)

Wie barrierefrei ist Emsdetten wirklich? Mit dieser Frage haben die Grünen Emsdetten am vergangenen Samstag (26. Juli 2025) auf dem Wochenmarkt das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern gesucht. Ziel der Aktion war es, konkrete Rückmeldungen zu sammeln, Barrieren sichtbar zu machen und gemeinsam über Verbesserungsmöglichkeiten zu sprechen.

Im Mittelpunkt stand eine spontane Umfrage, bei der Passantinnen und Passanten gebeten wurden, die Barrierefreiheit in der Stadt auf einer Skala von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ einzuschätzen. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Die Mehrheit vergab Bewertungen im mittleren bis unteren Bereich. Keine der rund 100 befragten Personen wählte die Bestnote „sehr gut“. 37 Stimmen für „befriedigend“, 29 für „ausreichend“ und 21 für „mangelhaft“ deuten auf Missstände hin.

Besonders aufschlussreich waren die zahlreichen konkreten Hinweise, die Bürgerinnen und Bürger auf einer Karte der Stadt aufgezeichnet haben. Am Ende der Aktion waren aus über hundert Gesprächen zwei DIN A1-Blätter voll mit Rückmeldungen zu alltäglichen Hindernissen: vom unzuverlässigen Fahrstuhl am Bahnhof, fehlenden barrierefreien WCs in der Innenstadt oder zu wenig Farbkontrasten für Menschen mit Sehbehinderungen. Auch schräg verlaufende und zu enge Gehwege wurden vielfach kritisiert – eine Herausforderung nicht nur für Menschen mit Gehhilfen, sondern auch für Eltern mit Kinderwagen oder ältere Menschen.

„Barrierefreiheit ist kein Luxus. Sie ist Grundbedingung dafür, dass alle Menschen – unabhängig von körperlichen Einschränkungen – gleichberechtigt am öffentlichen Leben teilhaben können“, betont Heidi-Winter Gerresheim, die Sprecherin des Ortsverbands der Grünen Emsdetten. „Deshalb danken wir allen, die uns ihre Perspektiven mitgegeben haben. Dieses Feedback ist für unsere politische Arbeit unglaublich wichtig.“

Die Grünen kündigen an, die gesammelten Anregungen aufzugreifen und konkrete Maßnahmen gegenüber der Stadtverwaltung einzufordern. Ziel ist es, bestehende Barrieren in Emsdetten Schritt für Schritt abzubauen.

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