Karen Schwennen hat ein junges, hilfsbedürftiges Katzenbaby gefunden, sofort erkannt, dass medizinische Hilfe benötigt wird und gehandelt. Mit der dann folgenden Reaktion hat sie nicht gerechnet und hinterfragt jetzt, wie man sich richtig verhalten soll:
„Ich möchte auf einen aktuellen Fall in Emsdetten aufmerksam machen, bei dem ich ein sehr kleines, erkranktes Katzenbaby gefunden habe.
Ich habe das Kitten gesichert und als Fundtier gemeldet. Aufgrund seines sehr jungen Alters und seines gesundheitlichen Zustands war eine sofortige tierärztliche Behandlung notwendig. Wäre das Tier gesund und nicht akut behandlungsbedürftig gewesen, hätte ich selbstverständlich zunächst die Rückmeldung der Stadt abgewartet. In einem medizinischen Notfall ist das jedoch nicht möglich.
Von einem Finder kann nicht erwartet werden, zunächst auf eine Kostenzusage zu warten, wenn dadurch die notwendige Behandlung eines so jungen Tieres verzögert und sein Leben gefährdet werden könnte. Ich musste deshalb sofort handeln. Es ging ausschließlich darum, das Leben und die Gesundheit des Tieres zu schützen und seinen möglichen Tod zu verhindern.
Umso unverständlicher ist für mich, dass mir anschließend mitgeteilt wurde, die Katze sei ein „wildes Tier“ und damit kein Fundtier. Es handelt sich um ein aufgefundenes, offensichtlich hilfsbedürftiges Katzenbaby, das dringend medizinische Hilfe benötigte.
Aus meiner Sicht stellt sich deshalb eine grundsätzliche Frage: Was soll ein Finder tun, wenn ein sehr junges Tier akut erkrankt ist und sofort tierärztliche Hilfe benötigt, die Zuständigkeit für das Tier aber gleichzeitig bestritten wird?
Ein Tier in einem akuten medizinischen Notfall kann nicht auf eine Verwaltungsentscheidung warten.“




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