Friedhofskreuz renoviert

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Die Stadt Emsdetten hat das ehemalige Friedhofskreuz an der Straße Heidberge restaurieren lassen. Auf dem dahinter gelegenen Gelände, auf dem heute der Kindergarten St. Jakobus steht, befand sich früher ein Friedhof. Heute erinnert unter anderem das große steinerne Friedhofskreuz, ein Kleindenkmal aus dem Jahre 1835, noch an die frühere Funktion des Geländes.

Im Laufe der Jahre hatten sich auf dem knapp vier Meter hohen Hochkreuz aus Baumberger Kalksandstein Flechten, Moose und Schmutz abgelagert. In allen Bauteilen war zudem ein ausgeprägter Substanzverlust festzustellen. Aufgrund eines statisch bedenklichen Risses im Kreuzstamm war auch die Standfestigkeit des Kleindenkmals stark gefährdet. Das Kreuz musste daher dringend restauriert werden. Der von der Stadt Emsdetten beauftragte Restaurator hat in den vergangenen Wochen das Hochkreuz umfänglich saniert und gegen Witterungseinflüsse behandelt, sodass es heute wieder in neuem Glanz erstrahlt. Rund 12.000 Euro investiert die Stadt in die Sanierung des Kleindenkmals.

Da weitere im Eigentum der Stadt Emsdetten stehende Kleindenkmäler sanierungsbedürftig sind, sollen auch diese in den kommenden Jahren nach und nach restauriert werden.

Hintergrund:

Der Friedhof Heidberge wurde am 30. November 1807 von Pfarrer Völker eingeweiht. Der vorhandene Platz reichte jedoch nur bis kurz vor die Jahrhundertwende; 1896 wurde hier der letzte Verstorbene beerdigt. Im Jahr 1960 wurde das Gelände als Grünfläche und später als Kindergartengelände ausgewiesen. Gedenktafeln mit rund 60 Namen erinnern an den ehemaligen letzten Ort der Ruhe.

Nur das wuchtige steinerne Friedhofskreuz ragt heute noch über der alten Ruhestätte empor. Gestiftet wurde das Kreuz 1835 „zum Andenken von Gebrüder Lintel“, wie auf dem Sockel zu lesen ist. Dabei handelt es sich um Priester, die aus der Emsdettener Familie Lintel hervorgegangen sind.

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