Ausschuss fasst einstimmigen Beschluss

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(Foto: Präsentation Verkehrsverein)

„Zwar gibt es in unserer Fraktion einige Skeptiker,“, so Reinhildis Thamm-Krake (SPD), „ich persönlich halte das Konzept aber für sehr gut durchdacht.“ Der Ausschuss für Kultur, Freizeit und Sport bekam in seiner gestrigen Sitzung durch Lukas Furth vom Verkehrsverein eine Idee vorgestellt, mit der Emsdetten touristisch auf einem bislang nicht oder nicht in dem Ausmaß erschlossenen Gebiet betrachtet wird.

Aber zunächst auf Anfang: 2019 führte ein Antrag der Fraktion „Die Grünen“ dazu, den Arbeitskreis „Nahtourismus“ zu gründen. Aufgabe: Förderung und Attraktivierung von Naherholung, Umweltbildung und Tourismus in Emsdetten“. Der Verkehrsverein hat daraufhin die vorhandenen Wanderwege selber bewandert, hat diverses vorhandenes Kartenmaterial zusammengefasst, neue Wege erkundet. Viele Gespräche wurden geführt, in anderen Städten recherchiert, eigene Ideen gesammelt. 19 ausgewiesene Wanderwege gibt es bereits in und um Emsdetten.

Die vorhandenen Routen sollen attraktiviert werden, neue Routen gefunden werden. Mit einer speziellen App, die sich jeder auf sein Handy laden kann, soll unterstützt werden. Hinweise auf den Verlauf der Strecke, Länge, Beschaffenheit der Wege, Barrierefreiheit. Einkehrmöglichkeiten, Parkmöglichkeiten. Am Rande der Wegeführungen besondere Hinweise auf die hier vorherrschende Flora und Fauna, mögliche historische Hintergründe.

Darüber hinaus sollen über das bereits bestehende Angebot hinaus, weitere geführte Märchen- und Sagenwanderungen stattfinden, Wildkräuterwanderungen. Sternwanderungen oder auch, ähnlich der „Emsdettener8“, ein „Anwandern“. „Kulturwandern“ mit Musikgruppen am Wegesrand. Kindergeburtstagswandern mit vielen Überraschungen oder auch Schulwandertage mit Bildungsauftrag.

Leon Huesmann (Die Linke) sah in dem zuvor Vorgestellten ein „hervorragendes Konzept“, Rainer Müllmann (sachkundiger Einwohner als Vertreter der Vereinigten Schützen) bekommt „schon Lust auf’s Wandern“, bat aber darum, die Laufgemeinschaft (LGE) in die weiteren Planungen mit einzubeziehen. Claudia Averbeck (Die Grünen) begrüßte den digitalen Prozess „Wir brauchen keine zusätzlichen Schilder.“ und sah darin nicht nur die Möglichkeit, Tourismus nach Emsdetten zu holen sondern auch die Chance, dass die Emsdettener ihr Emsdetten auch mal von Seiten kennenlernen, die bislang verborgen waren. Stefan Ahmann (CDU) schloss sich seinen Vorrednern an.

Der schlussendliche Beschluss, das Projekt jetzt in Angriff zu nehmen, erfolgte einstimmig.

 

1 Kommentar

  1. Man darf gespannt sein, wie weit die Euphorie im Ausschuss trägt und sich auf Rat und Verwaltung überträgt, wenn es konkret wird. Ob die Skeptiker in der SPD allein bleiben oder sich bekehren lassen, wird man sehen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Entscheider sich dazu durchringen können, endlich unser „Dornröschen“ wach zu küssen. Der Verkehrverein ist jedenfalls dazu bereit, daran besteht nach dem gelungenen Vortrag von Herrn Furth wohl kein Zweifel.

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