WertArbeit Steinfurt: Sozialunternehmen des Kreises setzt auf klimafreundliche Mobilität

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Für die Fahrstrecke zu den Kundinnen und Kunden stehen den Beschäftigten der WertArbeit im Projekt „Mobile Landdienste“ vier neue E-Lastenräder und ein Kastenwagen mit Elektroantrieb zur Verfügung. (Foto: Kreis Steinfurt)

Seit 2014 ermöglicht die WertArbeit Steinfurt, das Sozialunternehmen des Kreises Steinfurt, Menschen mit geringen Berufsaussichten einen Zugang zum Arbeitsmarkt. In verschiedenen Beschäftigungsbereichen bekommen Langzeitarbeitslose oder Menschen mit Handicap die Möglichkeit, Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Eines der zahlreichen Projekte der WertArbeit sind die „Mobilen Landdienste“ im Unternehmensbereich „Haushaltsnahe Dienstleistungen und Betreuung“. Dabei unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Menschen im ländlichen Raum, die aufgrund verschiedenster Einschränkungen auf Hilfe im Haushalt oder auf Betreuung angewiesen sind. Für die anfallenden Fahrstrecken stehen den Beschäftigten der WertArbeit nun neben dem bereits länger bestehenden Fahrzeugpool vier E-Lastenräder und ein Kastenwagen mit Elektroantrieb zur Verfügung. Die notwendigen Fördermittel für die Anschaffung stammen aus dem EU-Förderprogramm „LEADER“, das die Entwicklung des ländlichen Raums unterstützt.

Gerade im Bereich der „Mobilen Landdienste“ ist es notwendig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flexibel und mobil sind. Nur dadurch können sie Unterstützungsangebote für die Menschen in ländlichen Regionen, etwa den Bring- und Holdienst für Wäsche oder den Transport von Einkäufen, anbieten. Für die WertArbeit als Unternehmen des Kreises Steinfurt ist dabei aber auch der Klimaschutz von großer Bedeutung. „Mit der Anschaffung der elektrobetriebenen Fahrzeuge verbinden wir den Nutzen für unsere Kundinnen und Kunden mit klimafreundlicher Mobilität“, freut sich Bernd Moorkamp, Geschäftsführer der WertArbeit.

Um den Umgang mit den neuen Fahrzeugen zu lernen, erhielt jede und jeder Beschäftigte eine Einweisung mit Sicherheitstraining. Einige der Beschäftigten hatten zunächst Vorbehalte gegenüber der Nutzung der neuen Lastenräder, erklärt Moorkamp: „Viele mussten sich an das neue Fahrgefühl erst gewöhnen, das entwickelte sich im Rahmen der Fahrtrainings aber schnell. Durch die Schulung können wir sicherstellen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur klimafreundlich, sondern auch verkehrssicher unterwegs sind.“

Das Programm „LEADER“ der Europäischen Union förderte die Anschaffung der E-Lastenräder und des E-Autos mit einer Summe von 32.000 Euro. In Kooperation mit den Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) Steinfurter Land und Tecklenburger Land konnten die Fahrzeuge durch Fördermittel zur Umsetzung von Kleinprojekten finanziert werden.

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