Emsdettener hilft an polnisch-ukrainischer Grenze

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Roman Pause (links im Bild) bespricht am Freitagabend mit polnischen Maltesern die Hilfsmaßnahmen in der Aufnahmeeinrichtung an der polnisch-ukrainischen Grenze. (Foto: privat)

„Hier gibt es sehr viel menschliche Nähe“ beginnt der Emsdettener Roman Pause seinen Bericht vom Einsatz für Malteser International an der Polnisch-Ukrainischen Grenze mit einer positiven Nachricht. Erst im letzten Herbst nahm Pause in Berlin an einem Training für internationale Katastrophenlagen teil und hätte nicht damit gerechnet, das neue Wissen und Können so schnell in einer so ernsten Lage unter Beweis stellen zu müssen.

Freitagnachmittag ist der 26-jährige Emsdettener von Katowice in Polen aus in Richtung Polnisch-Ukrainischer Grenze zunächst in ein Logistik-Hub der polnischen Malteser gefahren, um sich einen Überblick zu verschaffen und Maßnahmen zu koordinieren. Am späten Abend ging es dann weiter in die polnische Grenzstadt Kroscnienko. „Ich war erstmal emotional sehr ergriffen von der Situation“ schildert Pause, der ehrenamtlich im Einsatz ist. An der Grenze hatten die polnischen Malteser und andere Organisationen bereits eine Aufnahmeeinrichtung in Betrieb genommen, es fehlte allerdings eine Koordination der Aufgaben und der verschiedenen Hilfsorganisationen, darunter Feuerwehr, Polizei, Caritas, ein Team aus Estland und polnische Behörden.

Koordinierungs-Meeting zwei Mal am Tag 

Dieser Koordination hat sich Roman Pause angenommen und ein gemeinsames Meeting einberufen, das nun täglich zweimal stattfindet und von dem ehrenamtlichen Malteser moderiert wird. Nach diesem ersten Meeting am Samstagmorgen sendet Pause eine Sprachnachricht an seine Kollegen in Emsdetten: „Wir konnten klären, wo wir uns gegenseitig unterstützen können“. Ein Punkt sei etwa die Versorgung mit Strom gewesen – nicht alle Stromaggregate der Organisationen vor Ort waren ausreichend geeignet, da hilft man sich nun gegenseitig aus. Pause lobt die gute Zusammenarbeit und ist überzeugt, dass die Strukturen für die nächsten Tage an dieser Stelle gut aufgestellt sind.

Spenden weiterhin notwendig 

Damit Malteser International vor Ort auch langfristig weiter helfen kann ist die Hilfsorganisation auf Spenden angewiesen. Die Malteser bitten allerdings von Sachspenden, die nicht gezielt angefordert werden, abzusehen. Unter https://www.malteser.de/ukraine-hilfe.html werden alle Hilfsangebote aufgenommen und auf die Umsetzbarkeit geprüft. Darüber hinaus sind Geldspenden ein effektiver und schneller Weg, Menschen in Not in der Ukraine zu unterstützen. Die Malteser sind seit 30 Jahren in der Ukraine aktiv. Die ukrainischen Malteser kennen ihr Land und wissen, was bedürftige Menschen dort gerade benötigen. Spenden sind möglich an das folgende Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e. V., IBAN: DE10 3706 0120 1201 2000 12, S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7, Stichwort: „Ukraine-Hilfe“ oder über das Online-Spendentool auf www.malteser.de

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