Antrag der Schulen abgelehnt

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Bereits im Ausschuss für Schule und Bildung gab es heiße Diskussionen und die Tendenz, der Beschlussvorlage der Verwaltung zuzustimmen. Der Haupt-, Finanz- und Steuerungsausschuss (HFS) ist in seiner gestrigen Sitzung ebenfalls einstimmig der Verwaltungsvorlage gefolgt. Der Rat dürfte am kommenden Dienstag in der abschließenden Beratung ins gleiche Horn stoßen.

Damit sind die Anträge der Elternschaften und Schulleitungen der Schule Hollingen und der Emanuel-von-Ketteler-Schule in Sinningen abgelehnt. Diese beiden Einrichtungen hatten die Einrichtung zusätzlicher Eingangsklassen für das Schuljahr 2022/23 beantragt.

Christian Meyer z. A. (UWE) ist es wichtig, eine breite Schullandschaft in Emsdetten sicher zu stellen und zu vermeiden, dass einige Schulen, die möglicherweise populärer als andere Einrichtungen sind, überlaufen werden. „Man kann nicht in jedem Jahr neu betrachten, wo gerade der Elternwille hingeht. Wir wolle, das flächendeckend in jedem Wohngebiet die Möglichkeit zur Einschulung besteht.“

Daniel Hellwig (CDU) zeigte Verständnis für die Eltern, als Politik habe der Rat aber die Allgemeinheit zu betrachten „Elternwille geht nicht über alles.“ Und zu Sinningen: „Wir stehen voll hinter diesem Standort. „Alle Schulen machen pädagogisch gute Arbeit, das zu hinterfragen wäre anmaßend.“ und stellte den Antrag an die Verwaltung, sie möge prüfen, weitere Schulen des gemeinsamen Lernens einzurichten.

Dr. Thomas Kock (SPD) schloss sich seinen Vorrednern an: „Es fällt uns sicherlich nicht leicht, als Kommunalpolitiker einem Bürgerantrag nicht entgegenzukommen, dennoch werde auch die SPD dem Antrag der beiden Schulen nicht entsprechen. „Der Vorwurf, politische Strategie gehe vor pädagogischen Erfordernisse, ist völlig falsch! Die anstehenden Investitionen im Schulbereich sind der größte Betrag in der laufenden Legislaturperiode. Würden wir den Anträgen jetzt folgen, müsste all das neu überdacht werden.“

Leon Huesmann (Die Linke): „Wir werden heute eine Entscheidung treffen, wo niemand sagen kann: Jawohl, das ist die Lösung! Aber wir werden eine Entscheidung treffen müssen.“ Er warnte davor, die Probleme einfach nur zu verlagern: „Die Anträge liegen vor und es gibt darüber hinaus auch Meinungen, die sich nicht schriftlich geäußert haben.“ Die Argumente der Eltern und Schulleitungen seien ja durchaus nachvollziehbar.

Rolf Ohde (Die Grünen) hat in seiner Fraktion ebenfalls kontrovers diskutiert: „Das Problem wird in jedem Jahr wiederkommen. Wir haben uns für einen Weg entschieden und den müssen wir jetzt auch weitergehen. Wir würden uns wünschen, wenn die Schulleitungen im kommenden Jahr bereits frühzeitig zusammensetzen und Regeln absprechen, damit es nicht ständig wieder zu dieser Situation kommt.“

Elmar Leuermann, 1. Beigeordneter der Stadt Emsdetten, begrüßte diesen Vorschlag und will künftig dahingehend auf die Schulen einwirken.

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