20 Jahre Radtour der Verwaltungsspitzen

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Thomas Kubendorff, seinerzeit Landrat, hat eine Tradition ins Leben gerufen, welche bis heute anhält: jedes Jahr in den Sommerferien treffen sich Verwaltungsspitze des Kreises Steinfurt und die Spitzen aus Rat und Verwaltung der Stadt Emsdetten zu einer Fahrradtour. Dr. Sommer, der bislang mehrfach als Kreisdirektor oder Dezernatsleiter beteiligt war, führte die Kreisdelegation in diesem Jahr als kommissarischer Landrat an. Den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung entsprechend, war die Delegation am gestrigen Montag von beiden Seiten, Kreis und Stadt, knapp bemessen. Insgesamt zwölf Personen machten sich auf einen 10 km-Rundkurs in und um Emsdetten. Aufgrund der tatsächlich begrenzten Teilnehmerzahl war der Austausch vielleicht noch umso intensiver als in den Vorjahren, vor allem auch, weil an den vielen Punkten, an denen Halt gemacht wurde und an denen es Informationen aus erster Hand gab jeder tatsächlich in der Lage war, aus nächster Nähe den Ausführungen zu folgen.

Kreisdirektor Dr. Martin Sommer begrüßte diese Form des Austausches, weil man so auch tatsächlich vor Ort mal sehen kann, worüber man sonst nur am Schreibtisch zu entscheiden hat. Er, der er, wie bereits erwähnt, schon mehrfach an dieser Tour beteiligt war, zeigte sich insbesondere beeindruckt von dem Wandel, der sich in Emsdetten vollzogen hat und der sich, wenn denn die derzeitigen Pläne auch in der Form umgesetzt werden, noch vollziehen wird. Als kleines Dankeschön brachte er entgegen dem sonst üblichen Präsentkorb einen Scheck mit, der in diesem Fall dem Haus Hannah zugute kommen wird.

Informationen gab es aus allererster Hand von Georg Moenikes und Helmuth Schäckel, der planerisch an vielen Projekten beteiligt ist. Sei es das Gelände „Pastor’s Garten“, das Parkhaus hinterm Bahnhof, die „Museumsinsel“ rund um Hof Deitmar, den angrenzenden Park, die EMS-Halle, Stroetmanns Fabrik, die Turnhalle an der Käthe-Kollwitz-Schule, der Umbau der Josef-Schule, die Westumgehung…. Der jeweilige Stand der Projekte wurde aufgezeigt, in der Josefschule und auf der Baustelle der Tunhalle an der Käthe-Kollwitz-Schule gab es eine Begehung. Die Teilnehmer erfuhren Wissenswertes über die Kosten und die Beteiligung von Bund oder Land, denn allein aus eigenen Mitteln sind viele Dinge garnicht stemmbar. Auch ein Geschick funktionierender Rats- und Verwaltungsarbeit, zu wissen wann wo welche Fördertöpfe anzuzapfen und abzurufen sind.

Alles Vorhaben, die teilweise einer langen politischen Diskussion standhalten mussten und teilweise noch müssen. Projekte, die in der Vergangenheit auch Gegner hatten, bei denen sich aber mittlerweile herausgestellt hat, dass deren Umsetzung Emsdetten gut zu Gesicht steht und die man heute nicht missen möchte.

Immer wieder thematisiert, die Beziehungen zwischen Stadt Emsdetten und Kreis Steinfurt, die Möglichkeiten, wo sinnvoll kooperiert werden kann und muss. Es gibt immer wieder Sachfragen bei denen angeeckt wird aber vielfach auch Punkte bei denen man zwingend aufeinander angewiesen ist.

Nach gut drei Stunden auf den Pedalen kehrte man dann noch zu einem kurzen Umtrunk in die Weinkellerei Meimberg in Ahlintel ein, wo es einige Spezialitäten  zu  genießen gab. Nicht nur Dr. Martin Sommer musste am Ende feststellen: „Emsdetten ist immer eine Reise wert.“

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