Salzvorräte des Kreises nehmen bedenklich ab

0
474
Anhaltende Minustemperaturen lassen Salzvorräte der Straßenmeisterei des Kreises schrumpfen. (Foto: Dorothea Böing, Kreis Steinfurt)

Die Salzvorräte der Straßenmeistereien des Kreises Steinfurt in Ibbenbüren und Steinfurt schrumpfen in diesen Tagen. Die anhaltend tiefen Temperaturen machen das Streuen von Salz notwendig, damit der Verkehr einigermaßen rollen kann. Seit der Nacht von Samstag auf Sonntag sorgen die Teams im Zwei-Schichtbetrieb für freie Fahrt auf den 530 Kilometern Kreisstraßen (K 1 bis K 82) und den 340 Kilometern Kreisradwegen.

Rund 800 Tonnen des in Silos eingelagerten Salzes sind für die Einsätze bisher verbraucht und beim Lieferanten auch schon wieder nachgeordert worden. „Unsere Straßenmeistereien verwenden sogenanntes Feuchtsalz“, sagt Rik Fehr, stellvertretender Leiter des Straßenbauamtes. Dieses im Räumdienst gängige Produkt hat im Gegensatz zu früher verwendetem Trockensalz entscheidende Vorteile, erklärt er: „Das feuchte Salz wird nicht so schnell durch Wind von der Fahrbahn in die Umwelt geweht und kann dort wirken, wo es wirken soll. Die Feuchtigkeit reagiert schneller mit Schnee und Eis, sodass die tauende Wirkung beschleunigt werden kann.“ Und weil es so effektiv wirke, werde auch weniger verbraucht, ergänzt Fehr. Ein weiterer Pluspunkt hinsichtlich der Umweltbelastung.

Das 50-köpfige Team – darunter eine Kollegin – wurde am Anfang auf eine harte Probe gestellt. Denn dort, wo gerade geräumt war, türmten sich kurze Zeit später wieder Schneemengen – beispielsweise in Wettringen und Ibbenbüren. Hier kamen zu den üblichen Räumfahrzeugen Radlader zum Einsatz, um die extremen Schneeverwehungen zu verteilen. Ungewöhnliche Räumbedingungen sind für seine Leute zwar eine Herausforderung, aber kein Problem, betont Fehr: „Unsere Straßenwärter sind sehr gut ausgebildet. Sie wissen um ihre Verantwortung als Erste auf noch nicht geräumten Straßen unterwegs zu sein – ob am Tag oder vor allem in der Nacht. Unsere Teams haben einen guten Job gemacht und bisher noch jede Situation gemeistert.“

Das haben auch viele Bürgerinnen und Bürger auf unterschiedlichen Wegen zurückgemeldet. So gab es beispielsweise bei Facebook mehr als 200 Likes und in den Kommentaren überwiegend Dank an die Räumdienste – zur Freude aller Beteiligten, sagt Fehr: „Schön, dass so viele den Räumeinsatz zu schätzen wissen. Klar gibt es auch einzelne negative Stimmen, aber es ist nun mal so, dass die Einsatzfahrzeuge nicht überall gleichzeitig sein können. Oftmals werden auch Straßen genannt, die nicht in unserer Zuständigkeit liegen.“ So ist der Landesbetrieb Straßen.NRW für die Räumung von Bundes- und Landstraßen, die Autobahngesellschaft für die Autobahnen und die kommunalen Betriebshöfe für die jeweiligen Stadt- und Gemeindestraßen verantwortlich. Und auch in den kommenden Tagen werden die orangen Einsatzfahrzeuge überall im Kreis unterwegs sein.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein