14-jähriger Emsdettener erpresst – „Sextortion“

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(Foto: unsplash - M.Scheffler)

Ein 27-Jähriger aus Steinfurt, ein 21-Jähriger aus Ibbenbüren oder ein 14-Jähriger aus Emsdetten – bei der Kreispolizeibehörde sind in den vergangenen Wochen erneut Anzeigen wegen sogenannter Erpressung auf sexueller Grundlage eingegangen.

Unter diese Kategorie fallen unter anderem Fälle von „Sextortion“ – eine Wortschöpfung aus den englischen Begriffen Sex und Extortion (Erpressung). Dabei nehmen angeblich attraktive Menschen – meist Frauen – über Social Media oder per Messengerdienst Kontakt zu ihren Opfern auf.

Es folgen erst einmal unverfängliche Nachrichten, man wechselt in einen privaten Chat, in dem dann irgendwann intime Bilder getauscht werden. Die Bilder der attraktiven Frau oder des attraktiven Mannes sind gefälscht.

Schickt das Opfer intime Bilder oder Videos von sich, folgt die Erpressung. Angeblich wird das Bildmaterial über Social Media veröffentlicht oder an Freunde und Verwandte geschickt, wenn kein Geld bezahlt wird – für Kinder und Jugendliche eine enorme psychische Belastung.

Von Sextortion sind beide Geschlechter betroffen, häufiger junge Männer. So schreiben die Betrüger nicht selten auch Teenager an, die erst 14,15 oder 16 Jahre alt sind. Aus Scham wenden diese sich nicht an ihre Eltern oder Erziehungsberechtigten.

Daher appelliert die Polizei besonders diese Gruppe: Klären Sie Ihre Kinder über diese Masche auf! Geben Sie Ihnen folgende Tipps mit auf den Weg:

  • Ignoriere Freundschaftsanfragen von Unbekannten konsequent!
  • Lass Dich nie darauf ein, mit einer/einem Unbekannten in einen privaten Nachrichtendienst zu wechseln!
  • Mache niemals intime Fotos oder Videos von Dir! Verschicke niemals solche Bilder!
  • Keine Entblößungen oder sexuelle Handlungen im Videochat vornehmen!
  • Sollte ein Unbekannter/eine Unbekannte eine Freundschaftsanfrage schicken, sich näher für Dich interessieren oder Dich zu intimen Handlungen vor der Kamera bewegen wollen, wende Dich an eine Vertrauensperson! Brich den Kontakt ab und reagiere nicht mehr auf die Nachrichten!
  • Zahle niemals Geld! Die Erpressung geht oft nach der ersten Zahlung weiter.
  • Infos und Hilfe erhältst Du bei Freunden und Angehörigen, bei der Polizei vor Ort oder auch bei anonymen Beratungsstellen
  • zum Beispiel bei der Nummer gegen Kummer, Telefon 116111 (https://www.nummergegenkummer.de/).

Mehr Infos gibt es hier:

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