Zu einem Informationsaustausch konnte der Leiter der Volkshochschule EmsdettenGreven-Saerbeck (VHS), Dr. Kai Lüken, zwei Vertreter des Inklusionsbeirats der Stadt Emsdetten begrüßen. Rita Krumbeck als Mitglied und Christian Sorge als Vorsitzender des Gremiums hatten mit einem konkreten Anliegen um das Gespräch gebeten: Die Wiedereinführung von Kursen in Deutscher Gebärdensprache vor Ort.
„Das Lernen der Gebärdensprache vor Ort ist ein häufig genannter Wunsch der uns erreicht. Bei der Straßenumfrage im Mai und in persönlichen Gesprächen bei vielen Anlässen kommt das Thema immer wieder zur Sprache“ äußert sich Sorge heute am Internationalen Tag der Gebärdensprache zum Bedarf. Dies habe man kürzlich zum Anlass genommen und sich zum Austausch in den Räumen der VHS in der Innenstadt getroffen.
Dr. Lüken stellte im Büro zunächst die VHS mit ihren Aufgaben, Strukturen und der finanziellen Basis dar. Dabei wurde deutlich, dass hier insbesondere bei Unterrichtsräumen und Zugänglichkeiten auf Inklusivität und Barrierefreiheit geachtet wird. Im nächsten Kursprogramm solle noch klarer hervorgehoben werden, wenn Räume für bestimmte Personengruppen wie z.B. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nur bedingt geeignet seien. Für die große Mehrzahl der meist externen Unterrichtsorte gelte dies aber nicht, denn man sei sich des Themas von Menschen mit Behinderungen sehr bewusst, so Dr. Lüken.
Die Kurse in Gebärdensprache (DGS) hatte es in Emsdetten bis Anfang 2022 gegeben. Dann habe die Dozentin nicht mehr zur Verfügung gestanden, und ein Ersatz konnte nicht gefunden werden. Angestoßen durch den Gesprächstermin konnte nun aber die Wiedereinrichtung des Kursangebots mit der erfahrenen Dozentin realisiert werden: Ab 2027, beginnend am 19. Januar, finden jeweils Dienstagabend in Räumen des Gymnasiums Martinum wieder regelmäßig Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene statt. Eine Anmeldung wird mit Veröffentlichung des neuen Kursprogramms möglich sein.
„Das ist ein gutes, konkretes Ergebnis unseres Gesprächs und ein toller Nachweis für die Flexibilität und Kooperationsbereitschaft unserer kommunalen Bildungseinrichtung, dass der Wunsch von so vielen Menschen erfüllt werden kann“ freut sich Christian Sorge.




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