Abgestorbene und alte Bäume können auf den ersten Blick nutzlos wirken. Doch aufgrund besonderer Strukturen dienen sie als wertvolle Elemente der städtischen Natur.
„Habitatbäume verändern sich durch die natürlichen Zersetzungsprozesse ständig. Egal ob Rindentaschen, Spalten und Höhlungen – die Bäume bieten auch noch nach ihrem langen Leben unterschiedlichen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten einen wichtigen Lebensraum“, betont Dajana Prinz, Umweltmanagerin der Stadt Emsdetten.
Aus diesem Grund sind im Emsdettener Stadtgebiet an verschiedenen Stellen Habitatbäume entstanden und es sollen künftig noch mehr hinzukommen. Auf die Habitatbäume wird mit neuen Schildern hingewiesen und über einen QR‑Code sind weiterführende Informationen zu finden. Ein erstes Schild wurde an der Grünanlage Heidberge aufgestellt, weitere Schilder werden in Kürze folgen.
Müssen kranke oder stark beschädigte städtische Bäume gefällt werden, wird geprüft, ob ein Teil des Stamms erhalten werden kann. Der Baum wird so weit zurückgeschnitten, dass eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann. Meist betrifft das die Entfernung aller Äste und den Rückschnitt des Stammes auf etwa 4 Meter. Mit der Zeit dienen die Reste des Baumes dann verschiedensten Lebewesen als Schutzraum, Brutplatz oder Nahrungsangebot. Die Habitatbäume werden wie alle städtischen Bäume regelmäßig auf ihre Stand- und Bruchsicherheit kontrolliert. Der Baum soll möglichst lange an seinem Standort verbleiben, ohne eine Gefahr darzustellen.




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