TVE schenkt dem Nachbarn 37 Tore ein

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(Foto: Schwegmann)

Spitzenreiter gegen Vorletzter – die Rollen bei der Partie des TV Emsdetten in Bissendorf waren klar verteilt. Während unsere Handballer um die Rückkehr in die zweite Bundesliga kämpfen braucht der TV Bissendorf jeden Punkt für den Klassenerhalt.

Der Sieg war nie in Gefahr

Die ersten Spielminuten konnten die Gastgeber noch mithalten, dann zog der TVE das Tempo an und schraubte den Vorsprung in die Höhe. Nach knapp 20 gespielten Minuten setzte Robin Jansen den Ball zum 14:8 aus Emsdettener Sicht ins Tor. Sechs Tore Vorsprung, das roch nicht wirklich nach einer Sensation im Osnabrücker Land.

Bissendorf gab sich nicht geschlagen, versuchte dran zu bleiben und zeigte warum der Klassenerhalt keine „Mission Impossible“ sein muss. Immerhin zwang man Emsdettens Trainer Lennart Lingnener mit einem 5:2 Lauf zu einer Auszeit. Der ehemalige TVE Spieler Leon Goldbeck hatte soeben zweimal in Folge getroffen und die Stimmung in der Sporthalle Bissendorf-Holte für die Heimfans etwas aufgehellt. Luca Klein setzte den Schlusspunkt des ersten Durchgangs mit seinem Treffer zum 19:14 Halbzeitstand.

Zwischen Tempo und Experiment: Detten spielt sich zum Sieg

Der Start in den zweiten Durchgang war eine Demonstration dafür warum der TVE der Tabellenführer ist: Ein 5:0 Lauf dürfte die letzten Hoffnungen der Bissendorfer auf eine Überraschung beerdigt haben. Dettens Coach Lennart Lingener wechselte fleißig durch, verteilte Spielzeiten an alle Akteure und brachte unter anderem Torhüter Paul Dreyer in die Partie. Der bedankte sich mit einer tollen Leistung und zwei gehaltenen Siebenmetern. Wo wir hier von Siebenmetern sprechen: Davon bekam der TVE gleich sieben zugesprochen. Yannick Terhaer erledigte seinen Job mit einer 100% Quote und traf bei jedem Siebenmeter. Volle Konzentration, auch gegen Teams im Tabellenkeller. Respekt! Sein Kollege Eric Damböck auf der anderen Außenposition wurde geschont, für ihn spielte Marc Esche.

Zusätzlich zu den Wechseln probierte der TV Emsdetten auch taktisch Dinge aus die für die Aufstiegsrunde noch wichtig werden könnten. Eine Erkenntnis: Die offene Deckung die der TVE gegen Bissendorf zeigte funktionierte gut und setzte die Ballführenden Gegner unter Druck. Das erzwang Fehler und ermöglichte dem TVE-Express Ballgewinne. Eine Variante die wir in dieser Saison bestimmt noch einmal sehen werden. Akos Szeles musste nach einer roten Karte den Abend gut eine Minute eher beenden. Man gab sich die Hand und die Sache war erledigt: Das Foul war keine böse Absicht.

Der 37:21 Endstand war auch in der Höhe verdient. Die beiden Punkte gehen ins Münsterland und untermauern den Anspruch dieses Jahr erneut in die Aufstiegsrunde einzuziehen. Am kommenden Freitag können die TVE Fans ihre Helden dann wieder in der EMS-Halle begrüßen. Der VfL Eintracht Hagen II ist zu Gast. Auch hiervon werden wir mit unserem MDG-LiveTicker berichten.

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