Durch den 34:24 Heimsieg gegen den VfL Eintracht Hagen II hat der TV Emsdetten sein Punktekonto um weitere zwei Punkte aufgestockt und ist einen Schritt weiter auf dem Weg in die Aufstiegsrunde. Außer den zwei Punkten gab es aber noch mehr mitzunehmen.
Ausverkauftes Haus
Die EMS-Halle war einmal mehr ausverkauft. Keine Selbstverständlichkeit, schließlich sind die Zweitvertretungen nicht unbedingt die attraktivsten Gegner der Liga. Hinzu kommt, dass die Talente aus Hagen im Tabellenkeller um den Klassenerhalt kämpfen. Das störte die Fans jedoch überhaupt nicht: 2.200 Zuschauern, ausverkauft!
Und die sahen einen hoch motivierten TV Emsdetten! Die Abwehrarbeit wusste durchaus zu gefallen. Nah am Gegenspieler, gut organisiert und mit der nötigen Portion Härte ging die Deckung ihrer Arbeit nach. Oliver Krechel konnte im Emsdettener Tor davon profitieren, zeichnete sich einige Male durch Paraden aus. Möchte man ein Haar in der Suppe finden kann man unserer Mannschaft einen schwach ausgeprägten Killerinstinkt attestieren. Über die 60 Spielminuten wurden viele Chancen liegen gelassen, teilweise frei vor dem Tor oder nach Gegenstößen. Bis zur Halbzeitpause reichte es zu einer 15:11 Führung, die durch die solide Abwehrarbeit ermöglicht wurde.
Im zweiten Durchgang war dann mehr Tempo im Spiel. Mit zunehmender Spielzeit drückte unsere Mannschaft dieser Partie immer mehr den Stempel auf. Die jungen und noch etwas unerfahrenen Gegner aus Hagen ließen ein wenig den Glauben an eine Wende vermissen und sahen immer öfter nur die Rücklichter unseres Teams. Insbesondere unsere Außenbahnspieler profitierten davon. Yannick Terhaer erzielte zehn Tore, neun davon aus dem Spiel heraus. Sein Kollege Lars von Kamp auf der linken Außenposition war sechs mal erfolgreich und vertrat den verletzten Ben Beekmann ganz hervorragend. Schön, dass er hier ist und sofort helfen kann. Terhaer wurde in den vergangenen Wochen mit Rückenproblemen ausgebremst. Am Samstag durfte er zwischendurch mal auf der Bank Luft holen. Florian Träger nahm dann die Position Rechtsaußen ein. Auch er erzielte insgesamt sechs Tore. Der 34:24 Sieg war verdient, die Zuschauer feierten gemeinsam mit ihrem Team nach Abpfiff die zwei Punkte.
Der TVE hat seinen Motor zurück
Nicht nur der Heimsieg sorgte für gute Laune bei Mannschaft und Zuschauern. Bjarne Budelmann feierte nach auskurierter Verletzung am Fuß sein Comeback. Schneller als es viele Anhänger erwartet hatten war der flinke Rückraumspieler wieder im Einsatz für den TVE. Co-Trainer Jakob Schwabe erklärte vor dem Anpfiff dass man ihn langsam wieder an die Belastung heran führen möchte. „Ich betone, langsam.“ waren die Worte unseres ehemaligen Kapitäns. Sein Chef, Trainer Lennart Lingener, machte bei dem Plan auch mit und brachte Budelmann immer mal wieder im Angriff für einige Minuten. Budelmann selbst hatte es ziemlich eilig mit dem Comeback, forderte sofort wieder den Ball von seinen Mitspielern und hatte keine Angst den Zweikampf zu suchen. Im ersten Durchgang vergab er noch einen Wurf aufs Tor, was ihn sichtlich ärgerte. In der zweiten Halbzeit gelang ihm dann sein Comebacktreffer. Das feierte die Halle natürlich. Der TVE hat seinen Motor zurück!
Trainer Lingener ist positiv gestimmt
Auf der anschließenden Pressekonferenz freute sich Trainer Lingener über einen guten Spirit in der Mannschaft. „Dass Bjarne wieder dabei ist sorgt natürlich für eine positive Stimmung bei uns.“ Er lobte seine Mannschaft dafür, die ganzen Rückschläge in dieser Saison immer positiv verarbeitet zu haben. Gästetrainer Valentin Schmidt lobte gleich mal die Anhänger des TV Emsdetten und das ausverlaufte Haus. „Dieser Verein gehört nicht in die dritte Liga.“ Das unterschreiben die Verantwortlichen des TVE sowie die Anhänger sicherlich sofort.
Am kommenden Samstag steht die Auswärtspartie bei den Sportfreunden Söhre an. Hier gibt es ein Wiedersehen mit Emsdettens ehemaligem Trainer Sascha Bertow. Auch von dieser Partie wird AllesDetten mit dem Raiffeisen-LiveTicker berichten.
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