TVE am Rande einer Niederlage

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Mit 26:25 Toren gewinnt der TV Emsdetten sein Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Söhre 1947. Beste Akteure auf der Platte waren für den TVE Bjarne Budelmann, Torhüter Ante Vukas, Rückraumspieler Rene Zobel und eine gehörige Portion Glück.

Der TV Emsdetten ist auch in dieser Spielzeit die Tormaschine der Liga. In Söhre standen Trainer Lennart Lingener nur 13 Spieler zur Verfügung. Und seine Tormaschine hatte mächtig Sand im Getriebe. Ganz anders die Gegenseite! Bei den Sportfreunden Söhre lief es prächtig. An der Seitenlinie steht dort Sascha Bertow. Der war vorher bei uns in Emsdetten Trainer und legte schon damals viel wert auf eine stabile Deckung. Die Handschrift des Trainerfuchses ist auch in Söhre klar zu erkennen. Denn so wirklich kam unser TVE nicht in gute Abschlusspositionen.

Dabei sah es erst einmal gut aus für unsere Mannschaft. Rene Zobel bewies mit zwei Treffern zum Start wie wichtig er für uns ist, sein Kollege Lars von Kamp spielte auf Linksaußen und durfte nach vier gespielten Minuten zur 3:1 Führung für Emsdetten einnetzen. Dann aber formierte sich in Söhre ein richtig starker Abwehrriegel durch den der TVE nur sehr schwer durch kam. Auch das Zusammenspiel zwischen der Deckung und Söhres Torhüter Pascal Kinzel klappte ganz hervorragend. Der nahm unserem Team viele Chancen weg.

In der neunten Spelminute ging Söhre erstmals in Führung. Alexander Thiel hatte soeben Emsdettens Torhüter Ante Vukas mit einem Siebenmeter überwunden und auf 5:4 für die Hausherren gestellt. Unsere Jungs konnten das hier noch beheben, Yannick Terhaer stellte sogar mit seinem Treffer zum 8:6 aus Emsdettener Sicht auf eine zwei Tore Führung um. Danach ging es aber ganz steil bergab: Nach Terhaers Treffer dauerte es quälend lange sechs Minuten bis Fynn Hasenkamp mal wieder ein Tor für Emsdetten erzielen konnte. Zur Halbzeit stand es 14:12 für die Gastgeber, zwei Tore Rückstand mussten zur Pause hingenommen werden. Das Spiel: Unattraktiv! Viele Fehler, wenig Tempo, wenig toller Handball. Man kann nur hoffen, dass wenige neutrale Zuschauer sich das angeschaut haben. Tolle Werbung für den Handball war das nicht. Hinzu kam die Sorge um Emsdettens Kreisläufer Domagoj Potnar. Der kroatische Kreisläufer musste am Fuß behandelt werden, konnte erst im zweiten Durchgang wieder eingreifen.

Nach der Pause brachte Trainer Lingener Bjarne Budelmann ins Spiel. Der hatte erst in der Vorwoche nach langer Verletzungspause sein Comeback gegeben, soll langsam wieder Spielminuten sammeln. Jetzt sollte er helfen die Wende herbei zu führen. Das machte er auch. Gewohnt schnell und mit explosivem Antritt hatte er keine Angst vor Zweikämpfen und steuerte das schlingernde TVE Schiff. Nicht nur seine Schnelligkeit war eine echte Bereicherung für die taumelnde TVE Mannschaft. Mit ganz viel Übersicht brachte er mehrmals seine Teamkollegen toll in gute Wurfpositionen. Die Führung wechselte häufig, ein tolles Handballspiel war das immer noch nicht. Aber wenigstens war jetzt ein wenig mehr Tempo in der Partie.

Die Entscheidung musste bis kurz vor Schluss warten. Bis dahin tat der TV Emsdetten alles um die Partie bloß nicht in die richtige Richtung zu lenken. Überzahlsituationen? Nutzen wir grundsätzlich nicht. Freie Würfe auf das Tor? Zu einfach. Gegenstöße frei vor dem Torwart? Nein, heute nicht. Auch als Yannik Ihmann, bis dahin einer der besten Spieler der Sportfreunde Söhre, mit einer roten Karte knapp vier Minuten vor dem Ende das Spielfeld verlassen musste wusste der TV Emsdetten kein Kapital daraus zu schlagen. Oft war es nur Keeper Ante Vukas der unsere Mannschaft davor bewahrte weiter in Rückstand zu geraten. Es brauchte einen letzten Moment des Willens von Bjarne Budelmann, um sieben Sekunden vor dem Ende den Ball zur Entscheidung im Tor unterzubringen. 26:25, Auswärtssieg TV Emsdetten!

Die Partie sollten die Anhänger ganz schnell aus ihrem Gedächtnis streichen und sich über die zwei Punkte freuen. Die waren sehr glücklich und hätten genau so gut auf dem Konto der Sportfreunde Söhre landen können.

Für unsere Mannschaft geht es in den kommenden Wochen um alles. Es stehen die Duelle gegen den Verfolger Bielefeld, das Derby gegen Ahlen und das schwere Heimspiel gegen Wilhelmshaven auf dem Programm. Drei Partien die unserer dezimierten Mannschaft alles abverlangen werden. Da muss dann eine deutliche Leistungssteigerung her um den zweiten Platz in der Tabelle zu festigen.

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