Süße Versuchung mit bitterem Beigeschmack

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(Foto: Hachmann)

„Nur 200 Euro im Monat? Das bekommt eine Familie, die auf einer Kakaoplantage arbeitet? Mehr nicht?“ – Die Schülerinnen und Schüler konnten es kaum fassen, dass Menschen davon leben sollen. Recht haben sie, denn 30 bis 40 Euro pro Person reichen bei weitem nicht aus, um monatlich Nahrung, ein Dach über dem Kopf und medizinische Hilfe bezahlen zu können. Doch in der Ausstellung „Make Chocolate Fair!“ ging es leider nicht nur um den süßen Genuss von Schokolade. Im Fokus standen die bitteren Arbeitsbedingungen der Kakaobauern und ihrer Familien in Westafrika.

Anlässlich der „Woche der Nachhaltigkeit“ haben Guido Wermers (Klimamanager der Stadt Emsdetten), Markus Hachmann (Schulseelsorger der Pfarrei St. Pankratius) und Edgar Wehmeier (Schulseelsorger am Berufskolleg) die Ausstellung im Gymnasium Martinum, im Hermann-Emanuel-Berufskolleg, in der Geschwister-Scholl-Schule und in der Käthe-Kollwitz Schule präsentiert. Darüber hinaus hieß es am vergangenen Wochenende auch in der Pankratius-Kirche „Make Chocolate Fair!“.

(Foto: Hachmann)

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren an verschiedenen Stationen alles über die Herstellung der schokobraunen Versuchung. Ihr hinzugewonnenes Wissen konnten sie direkt für ein „Schokofaires Quiz“ nutzen. Auf die glücklichen Gewinner wartet nun leckere Schokolade. Die ist selbstverständlich fair gehandelt, denn nur so kann vermieden werden, dass Kinder auf Kakaoplantagen schuften müssen. „Diese Kinder wissen noch nicht einmal, wie ein Stück Schokolade schmeckt“, informiert Markus Hachmann. Viele Schüler*innen finden das ungerecht. An einigen Schulen gibt es daher bereits Fairtrade-Projekte, eine Fairtrade-AG und Fairtrade-Shops, an denen nicht nur Schokolade angeboten wird. Neben der Ausstellung fand auch ein “Fairtrade-Supermarkt-Check“ statt. Kinder und Jugendliche warfen einen kritischen Blick in die Regale der Emsdettener Supermärkte. Schön, dass dort auch Produkte mit dem Fairtrade-Siegel zu finden sind.

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