„Schön zu erleben, wenn das Lachen zurückkehrt“

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(Foto: privat)

Die Adventszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnlichkeit. Es wird zurückgeblickt auf das vergangene Jahr, dass sich langsam dem Ende zuneigt. So auch bei Waltraud Bertels aus Emsdetten, Marlies Witt aus Neuenkirchen, Elisabeth Heywinkel aus Hauenhorst und Christina Günther aus Freiburg, den Macherinnen der Stiftung „Hilfe für Ntoma“. Seit fast 15 Jahren existiert die Hilfsorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern und notleidenden Menschen in der Gemeinde Ntoma/Tansania eine nachhaltige Zukunft zu geben. „Wir setzen uns zusammen, schauen auf das Erreichte, planen neue Projekte und formulieren einen Adventsbrief, den wir all unseren UnterstützerInnen zusenden, um ihnen einen Überblick über die erreichten Fortschritte zu geben“, so Waltraud Bertels. Die Spenden aus Deutschland sorgen dafür, den jährlichen Unterhalt für das Kinderheim und die Krankenstation zu sichern. Neben den Gehältern für über 20 MitarbeiterInnen, darunter Pflegepersonal, Erzieherinnen sowie einem Arzt, konnten 2025 weitere Vorhaben umgesetzt werden, um die Hilfe für das Waisenhaus, die Krankenstation sowie der benachbarten Internatsschule nachhaltig zu gestalten.

(Foto: privat)

Neben dem Waisenhaus mit 41 Kindern ist die Krankenstation das Herz der Einrichtung. Mehrere tausend Menschen, darunter viele Kinder unter fünf Jahren sowie schwangere Frauen und kranke Menschen, die sich finanziell keine ärztliche Untersuchung hätten leisten können, wurden 2025 medizinisch versorgt. „Wir konnten in diesem Jahr die Ausstattung der Krankenstation weiter modernisieren und neue medizinische Geräte anschaffen, um mit einer verbesserten Diagnostik und Therapie den kranken Menschen nachhaltig helfen zu können“. erläutert Marlies Witt. Unter anderen ein Ultraschallgerät und ein Gerät zur Blutuntersuchung sowie die Bereitstellung notwendiger Medikamente ermöglichen es dem Team von Dr. Castle und den sechs Krankenpflegerinnen, Hilfesuchenden aus Ntoma und Umgebung eine gute Behandlung nach modernen Standards zukommen zu lassen. Als ehemalige Hebamme des Marienhospitals Emsdetten und des Mathias-Spitals in Rheine ist Waltraud Bertels froh, dass die Krankenstation jetzt verstärkt in der Schwangerschaftsberatung aktiv ist: „Dank der neuen Ausrüstung hat sich die Betreuung und Beratung der werdenden Mütter immens verbessert. Regelmäßig werden Ultraschall- und Blutuntersuchungen durchgeführt. Die Mütter- und Kindersterblichkeit ist deutlich nach unten gegangen. Zudem werden die Kinder unseres Waisenhauses regelmäßig ärztlich untersucht und mit den notwendigen Impfungen versorgt.“

(Foto: privat)

In diesem Jahr hatte die Kinderstation bislang 21 Neuzugänge zu verzeichnen. Hinter jedem Waisenkind steht ein familiäres Schicksal, das einen mitfühlen lässt. Das Waisenhaus der Stiftung ist ein überregionales Einweisungszentrum und deshalb immer wieder auch mit schwierigen Fällen konfrontiert. Doch dank der liebevollen Arbeit von Schwester Penninah und ihren Mitarbeiterinnen kann vielen Kindern eine Zukunft gegeben werden. In den meisten Fällen werden die Kleinkinder nach ihrem Heim-Aufenthalt in Pflegefamilien vermittelt. „Das geschieht, sobald unsere Kleinsten laufen und eine Banane essen können. Einige finden auch den Weg in ein Heim nach Kemondo, dass nach dem Prinzip der SOS-Kinderdörfer funktioniert. Immer 10 Kinder und zwei Betreuerinnen bilden eine familiäre Einheit“, weiß Elisabeth Heywinkel zu berichten. „Es ist einfach schön zu erleben, wenn das Lachen in die Kindergesichter zurückkehrt.“

(Foto: privat)

Ein weiterer Baustein der Stiftung ist die Bildung. Die Lutheran School, eine ortsansässige Internatsschule mit 230 Schülernnen und Schülern, wird finanziell von der Stiftung unterstützt. „Für die Mädchen des Internats wurde ein neues Haus mit Schlafsaal gebaut, so dass nun alle ihr ein eigenes Bett besitzen. Zuvor mussten sich viele Kinder ein Bett teilen“, freut sich Waltraud Bertels über das abgeschlossene Projekt. „Uns ist ganz wichtig, dass gerade die Mädchen eine gute Ausbildung bekommen.“ Zudem ermöglicht die Stiftung 30 Kindern den Schulbesuch, in dem das jährliche Schulgeld von 400 Euro für Bücher und Kleidung übernommen wird. Ohne diese finanzielle Unterstützung – insgesamt 12.000 Euro – wäre diesen Jungen und Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen der Schulbesuch versagt geblieben. Bildung ist neben der Gesundheit der entscheidende Schlüssel für eine gute Zukunft der Kinder und des gesamten Landes. Der Wunsch: Weiteren Kindern dauerhaft einen Schulbesuch zu ermöglichen.

(Foto: privat)

Die Stiftungsmitglieder sind in ständigem Kontakt mit Schwester Peninnah Kaimukilwa, Leiterin des Kinderheims, um eine enge Verzahnung der Stiftungsarbeit in Deutschland mit der Arbeit vor Ort in Ntoma sicherzustellen.

Wer die Arbeit der Stiftung finanziell unterstützen möchte:

„Hilfe für Ntoma“
VR-Bank Steinfurt eG
IBAN: DE72 4036 1906 0038 0701 00
BIC: GENODEM1IBB

Da die Stiftung als gemeinnützig anerkannt ist, können auf Wunsch Spendenquittungen ausgestellt werden (info@helpforntoma.com). Da die gesamte Arbeit in Deutschland ehrenamtlich geleistet wird, kommt jeder gespendete Euro zu 100 % an.

Weitere Informationen zum Hilfsprojekt: www.helpforntoma.com

(Foto: privat)

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