Roter Teppich und Gänsehaut beim Kolping-Konzert

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(Foto: Schwegmann)

Bereits mit Betreten des Foyers von Stroetmanns Fabrik fühlte man sich in die Glitzer-/Glamourwelt der gro0en Filmstars hineinversetzt: ein knallig rot leuchtender Teppich gab den Weg vor, den man bis zum Bürgersaal zu gehen hatte. Ein Bliltzlichtgewitter brachte gleich die richtige Atmosphäre. Da hat sich ein Team, welches sich auch im Bereich der sozialen Medien im Vorfeld sehr kreativ gezeigt hat, um immer wieder auf diesen Abend hinzuweisen, alle Mühe gegeben.

„Back to the future“ (Zurück in die Zukunft) hieß das zweite Stück des Abends, – tatsächlich aber war es eine Zeitreise in die Vergangenheit. Eine Zeitreise die Erinnerungen an Kino-Abende aufkommen ließ. Eine Zeitreise, die irgendwann in einer Decke eingekuschelt auf dem heimischen Sofa vorm Fernseher begonnen hat.

Die Rede ist vom Hauptkonzert des Kolping-Blasorchesters unter der musikalischen Leitung von Yuman Xiao und moderiert von Svenja Sute.

Beginnen wir heute ausnahmsweise mal mit dem Ende des Konzertes, – der zweiten Zugabe: Ein Klassiker zur Weihnachtszeit und ein Ohrwurm, der die Konzertbesucher mindestens auf dem Heimweg begleitet hat, vermutlich aber sogar weit darüber hinaus: Die Titelmelodie von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Vielen der gut 400 Konzertbesucher schwirrt die Melodie ziemlich sicher immer noch im Kopf…
Damit dürften die Kolpinger den Auftakt zum Wiederholungsmarathon im Fernsehprogramm gemacht haben (der beginnt übrigens heute, 30.11.2025, um 15:35 Uhr im SWR und folgt dann in dieser Saison bis zum 06.01.2026 an weiteren zehn Terminen).

In der ersten Zugabe gab es Auszüge aus Tabaluga.

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40 Laien-Musiker, die nach einem harten Arbeitstag noch zum Instrument greifen und eine professionelle Dirigentin, die eine absolute Perfektionistin auf ihrem Gebiet ist. – Das hört sich im ersten Moment danach an, als würden Ansprüche gestellt, gefordert werden, die die andere Seite möglicherweise nicht erfüllen kann.

Weit gefehlt, – der chinesischen Dirigintin, die jetzt bereits im zweiten Jahr mit dem Kolping-Blasorchester zusammenarbeitet, ist es gelungen, ungeahnte Fähigkeiten aus der Gruppe herauszukitzeln. Die angespannten Gesichter während des Spiels und die Entspannung, das Lächeln, das jedesmal zum Vorschein kam, wenn das Publikum zum Applaus ansetzte, zeigt, das dieses Konzert für einige bis an deren Grenzen ging,- aber bravourös gemeistert wurde.

Klassische Filmmusiken standen also auf dem Programm. Filmmusiken sind niemals einfach nur Teil eines Filmes, Filmmusiken sind stets der Transporteur für Emotionen. Hört man die Musik und schließt dabei die Augen, dann ist man mittendrin beim „Herr der Ringe“ (imposant dargeboten zum Abschluss des ersten Teils vor der Pause), „Die Schöne und das Biest“, „James Bond“, „Raumpatrouille Orion“, „Sister Act“ (reines Saxophon-Quartett zu Beginn des zweiten Teils), „König der Löwen“, „Jurrasic Park“, um nur einige zu nennen – und natürlich „Titanic“ (My Heart will go on…), was dem Abend die Krone aufsetzte.

Ein harmonisches Gesamtbild und Klangerlebnis aus dem immer wieder die Solisten herausragten.

Wenn auch das Publikum nicht ganz so euphorisch war, wie 2024 beim Debut von Yuman Xiao, – damals gab es sogar zwischendurch wahre Beifallsstürme und standing ovations, so mag das gestrige Konzert vom musikalischen Anspruch den Akteuren einiges mehr abverlangt haben. Über einige individuelle Feinheiten kann man gerne hinwegsehen.

Das stehende Publikum gab es schließlich doch noch, als das Orchester mit dem Kaiserin-Sissi-Marsch (bei dem rhythmisch mitgeklatscht wurde) den Gästen ankündigte, dass der Abend nun zu Ende gehen sollte.

Aber dann gab es ja doch noch die Zugaben und den Ohrwurm vom Aschenbrödel…


Am 21. Januar 2025 lädt das Kolping-Blasorchester zu einer Mitmachprobe ein, 19:30 Uhr im Kolpinghaus. Bei einer solchen Veranstaltung im Januar 2025 haben sich drei Personen gefunden, die mittlerweile aktiv mitspielen. Wer weitere Informationen haben möchte, der kann gerne  H I E R  (klicken) Kontakt mir dem Orchester aufnehmen.

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