Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel in den Mittagsstunden des Rosenmontags machten so richtig Laune auf den Umzug. Mit jedem Meter den der Zug dann pünktlich ab 14:11 Uhr sich fortbewegte, wurde es leider grauer und kälter. Um kurz nach 15 Uhr wurde es gar kurzzeitig etwas stürmisch und regnerisch. Es war der Moment, als das Kinderprinzenpaar der Hagelisten, die mit dem nachgebauten Leiterwagen der Feuerwehr ganz hoch hinaus wollten, gerade durch den Berkemeyer-Kreisel gefahren ist, vor dem Balkon bei Düsterbeck stand, von dem aus AllesDetten eine Vielzahl der heutigen Bilder gemacht hat. Von da an wurden die bunten Kostüme häufig von Regencapes verdeckt. Diese waren zwar in aller Regel transparent, machten aber die eigentliche Wirkung der häufig phantasievollen Kostüme kaputt.
Der guten Laune tat das kurzzeitige Tief jedoch keinen Abbruch, weder oben, noch unten, vorne, hinten, rechts oder gar links. Mund abgeputzt, Schirm aufgespannt, weitergeschunkelt! An den Straßen und im Umzug selber wurde gefeiert, ohne dabei die Sicherheit aus den Augen zu verlieren.
Jede noch so kleine Zufahrtsstraße, die ein ungewolltes Eindringen in den Innenstadtbereich hätte möglich machen können, war ab 12 Uhr durch Container oder LKW gesperrt. Eine Maßnahme, die einige übertrieben fanden, „gehört jedoch mittlerweile leider zu den Auflagen um eine derartige Großveranstaltung durchführen zu können“, – war aus den verantwortlichen Kreisen der KGE zu vernehmen.In anderen Städten ist die Durchführung des Karnevalsumzuges an eben diesen Punkten gescheitert, die Kosten sind häufig einfach nicht mehr zu stemmen.
Die Wagenbauer und weitere kreativen Köpfe der Gesellschaften und Vereine hatten ganze Arbeit geleistet. Die einen mehr oder weniger einfallsreich oder handwerklich und technisch versiert – alle jedoch mit ganz viel Eifer und Idealismus. Etwa 2.000 Personen waren direkt im Umzug unterwegs, – als Spielmannszug, Musikzug, Fußgruppe, Elferräte, Prinzenpaare, Tanzgruppen, Wagenbesatzung oder auch Wagenbegleitung, Fahrer… Dazu kommen die vielen Köpfe im Hintergrund. Menschen, die die Kostüme nähen, die Wagen bauen.
Die Zahl der Närrinnen und Narren, die sich an den Straßenrändern tummelten, vorm Rathaus, auf der Emsstraße, am Bahnhof, entlang der Borghorster Straße und den vielen anderen markanten Punkten, Rheiner Straße, Kolpingstraße, Schulstraße, Kirchstraße… dürfte nicht nur knapp sondern gesichert fünfstellig sein. Der persönliche Eindruck bei uns liegt zwar unterm Besuch des vergangenen Jahres, da hatten wir allerdings auch absolutes Bilderbuchwetter.
Technik hält immer mehr Einzug, galoppierende Pferde beim Kolping, sich drehende Spongebobs der Westumer Einigkeit, „laufende“ Candys im Täötenclub. Vorbei ist die Zeit der stillen Abbildung. „Karneval ist laut und bunt“ – eine Zeile aus dem aktuellen Elferratslied kann kaum besser passen als Beschreibung für den „Lindwurm der Freude 2026“. Viele ehemalige Stadtelferräte haben sich mit Wagen oder als Fußgruppe beteiligt. – Wer einmal „Blut geleckt“ hat, den lässt der Umzug nicht mehr los. prinz_tobias
Wir wollen der Jury-Bewertung nicht vorweg greifen aber die Ahlinteler, Lehmkuhler, Kolping, Täötenclub, Austumer, Westumer Einigkeit waren in unseren Augen schon sehr stark. Ohne die anderen jetzt schmälern zu wollen, alle haben sie ihren Beitrag zu einem Gesamtbild, dem Erlebnis „Karneval in Detten“ geleistet. Die Bewertungen erfolgen in unterschiedlichen Kategorien und die Juroren haben verschiedene Kriterien zu beachten, – wir sind gespannt.
Unsere Fotografen haben sich an drei Stellen auf der Zugstrecke positioniert, hier jetzt komplett die Bilder von den Standorten Borghorster Straße, Emsstraße und Bahnhofstraße:










































































































































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