Nicht nur beim Trachtenfest in Hollingen war so einiges los. Der TV Emsdetten veranstaltet beim 42:24 Sieg seine ganz eigene Gaudi und feiert nach dem Abpfiff mit den Fans einen ungefährdeten und hohen Heimsieg.
Für die Gäste des TV Bissendorf-Holte war die Aufgabe beim Gastspiel in Emsdetten klar. Die Partie so lange wie möglich offen halten. Und dann mal schauen was der TVE so anbietet. Und in der Anfangsphase klappte das noch ganz gut, da unsere Handballer im Angriff so einiges liegen ließen. Nach knapp sechs Spielminuten war erst ein Emsdettener Tor auf der Anzeigetafel zu sehen, ehe Fynn Hasenkamp zum 2:2 ausgleichen konnte. Es fehlte ein wenig der Schwung und die Präzision, mit der unsere Tormaschine sonst so gern den Gegner überrumpelt. Nach neun gespielten Minuten ging der Gast sogar mit zwei Toren in Führung. 3:5 aus Dettener Sicht war so wohl nicht eingeplant. Trainer Lennart Lingener ließ unser Team einfach mal machen, hatte Vertrauen und zog die erste Auszeit erst nach fast 20 gespielten Minuten. Hier hatten seine Schützlinge die Partie schon auf eine eigene zwei Tore Führung gedreht, konnten einen 11:9 Zwischenstand anschreiben.
Gut aus Emsdettener Sicht: Auch ohne die angeschlagenen Innenblocker Sergej Gorpishin und Marcel Timm hielt das Zentrum „dicht“. Marius Kluwe spielte im Angriff am Kreis, konnte drei Treffer erzielen und zeigte solide Abwehrarbeit. Schön zu sehen, dass unsere Team neben den beiden großen Kanten noch mehr Alternativen für die Position im Innenblock hat.
Die letzten zehn Spielminuten des ersten Durchgangs durften die Emsdettener Handballfans dann den TVE Express in Aktion sehen. Insbesondere Oliver Krechel im Tor zeigte eine beeindruckende Leistung. Er nahm dem Gegner im Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten immer wieder Chancen und wehrte Bälle ab. Von da ging es dann lang und weit auf unsere flinken Außenbahnspieler Eric Damböck und Yannick Terhaer. Sieben von acht Emsdettener Toren in diesen zehn Minuten gingen auf das Konto der beiden Turbohandballer. Vorlagengeber war oft Oliver Krechel selbst, der den Ball lang und weit auf die beiden Sprinter spielte. Die bedankten sich mit sicher verwandelten Gegenstößen. Ganz zur Freude der Fans, die es jetzt so richtig aus den Sitzen hob.
Kein Hallensprecher, keine Musik: Die Technik streikt
Zu diesem Zeitpunkt war der Hallensprecher längst verstummt. Große Probleme mit der Soundanlage in der Emshalle machten sowohl Musik als auch Durchsagen unmöglich. In den ersten Minuten der Partie versuchte die Technik noch das mit mehr Input am Mischpult zu beheben. Das resultierte in einem Soundgenuss, der an Körperverletzung grenzte. Gut, dass Hallensprecher und Technik ein Einsehen hatten und die musikalische und verbale Animation einfach einstellten.
Halbzeit zwei: TVE Express dreht so richtig auf
Der zweite Durchgang begeisterte weiter die Fans auf den Rängen. Schneller Handball, tolle Spielzüge und viele Tore ließen den TV Emsdetten davon ziehen. Besonders feierten die Zuschauer in der Halle die Emsdettener Eigengewächse die im Laufe der zweiten Halbzeit Spielpraxis auf hohem Niveau bekamen. Julius Huckebrink und Julian Kreinbrink durften sich jeweils zweimal in die Torschützenliste eintragen. Das feierte die Halle ausgiebig und zauberte den beiden Nachwuchskräften ein Lächeln auf die Lippen. Oliver Krechel setzte seiner eigenen Leistung und dem Spiel noch die Krone auf und parierte mit dem Schlusspfiff noch einen Siebenmeter. Er führte nach der Partie dann auch die Humba an.
Der 42:24 Sieg war auch in der Höhe verdient. Hier spielte ein Team um die Aufstiegsrunde, und das andere möchte gern die Klasse halten. Das spiegelte sich in den 60 Minuten auch auf der Platte wieder.
Das nächste Spiel für unsere Tempohandballer findet am kommenden Samstag in Hagen statt. Eintracht Hagen II wartet auf unseren TV Emsdetten und möchte sein Punktekonto mit einer kleinen Überraschung auf 8:8 ausgleichen. Auch von dieser Partie werden wir mit dem Raiffeisen-LiveTicker berichten.



























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