Olympiagold für den Pädagogik Leistungskurs des Gymnasium Martinum

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(Foto: privat)

Am 20. Februar 2026 fand die Preisverleihung der dritten Pädagogikolympiade der Universität Bielefeld mit dem Thema „Wie wollen wir lernen?“ statt. Der Emsdettener Olympiabeitrag bestand in einer Art Videodokumentation über den selbstgestalteten Lernprozess zum selbst ausgewählten Lehrplaninhalt „symbolischer Interaktionismus nach G. H. Mead“.

Hierzu hat der Kurslehrer Heiko Friedrich die Möglichkeit eingeräumt, den Lernprozess nach eigenem Ermessen der Schüler selber zu gestalten. Der Lernprozess kennzeichnete sich insbesondere durch offene, für jeden individuell zugeschnittene Lernarrangements.
Zu Beginn des Prozesses haben wurde versucht, mit möglichst wenig Textarbeit und vielen Lernvideos zu arbeiten, was sich aber im Verlaufe des Lernprozesses änderte und man sich selbstbestimmte Lesemöglichkeiten schaffte; jeder fand im Schulgebäude seinen Platz, um möglichst unbeschwert und in Ruhe lesen zu können. „Immer wieder haben wir uns zu Zwischenreflexionen zu unserem methodisch didaktischen Vorgehen und zu den behandelten Inhalten getroffen.“, heißt es aus dem Kreis der teilnehmenden Schüler, „All diese Phasen filmten wir und schnitten sie final zusammen. Um informativ zu bleiben, haben wir die Filmsequenzen immer wieder durch eingeblendete Theorie- und Reflexionsinhalte unterbrochen.“

Die Veranstaltung am 20. Februar 2026 gestaltete sich so, dass am Vormittag wissenschaftliche Beiträge zur zentralen Fragestellung gehalten wurden, die sich immer wieder auf Beispiele der über 130 eingereichten Beiträge bezogen. So wurde im mit 1.100 Gästen ausverkauften Audimax der Emsdettener Beitrag beispielsweise von Prof. Hurrelmann abschließend als ein sehr gutes Beispiel herangezogen, das alle zuvor thematisierten Fachbeiträge überzeugend zusammenfasse.

In der von Tobias Kammer (Smartwärts) und Prof. Dr. Bauer gehaltenen Laudatio zum 1. Platz in der Kategorie „Video und Social Media“ wurde der hohe Grad an Selbstreflexion explizit hervorgehoben. Herr Kammer sagte, dass das Eingestehen von Schwachstellen und Erkennen von Fehlern eigentlich schüler- und studierendenuntypisch und somit etwas ganz Besonderes am Beitrag des Gymnasium Martinum gewesen sei.

„Ich habe dem Kurs die Zeit gegeben, mich im Hintergrund gehalten, zugehört, an der ein oder anderen Stelle gezielt vertiefende Fragen gestellt und ganz wichtig: dem Kurs mein Vertrauen geschenkt.“, so Kurslehrer Heiko Friedrich auf Nachfrage zu Prof. Bauer.

 

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