Eine Gruppe Studierender der Hogeschool Saxion Enschede in den Niederlanden war jetzt für eine Woche Gast in der Käthe-Kollwitz-Schule in Emsdetten, haben hier im Rahmen ihres Studienganges „Green Social Work“ mit einer Gruppe interessierter und motivierter Schüler ein Nachhaltigkeitsprojekt durchgeführt.

Aufgabenstellung für Birgit Beckmann, Berna Korkmaz, Pia Klusekemper und Luca Temmen war es, ein eigenes Projekt von der ersten Idee über die Ausarbeitung und praktische Umsetzung bis hin zur anschließenden Präsentation zu konzipieren.

„Vom Feld auf den Teller – regional genießen, global denken!“ – so lautete der Arbeitstitel.

Aufgabe für die Schüler wiederum war zwei eigene Rezepte zu erstellen und dafür die Zutaten zu besorgen, natürlich wurde anschließend auch gekocht und gegessen.

Eine Jahrgangsübergreifende Gruppe der Käthe-Kollwitz-Schule besuchte zunächst den Hof Junge-Bornhold in Riesenbeck. Hier gab es neben ganz vielen neuen Erfahrungen am Ende die Zutatenliste aus ökologischem Anbau.

- Informationen rund um das Thema Kartoffel
- Hühner hautnah erleben – streicheln – Eier einsammeln
- Kräuterkunde unter fachkundiger Anleitung – Herstellung von Kräutersalz

(Foto: Schwegmann) waren nur einige wenige Punkte, die angesprochen wurden.

(Foto: Schwegmann) Im zweiten Teil ging es dann zu einer Einkaufs-Challenge in einen Discounter – mit exakt der gleichen Einkaufsliste. Hier sollten dann, entgegen den zuvor quasi vor der eigenen Haustür angebauten Produkten, die aus größter Entfernung importierten Waren gefunden werden. Tatsächlich ist man für den gleichen Warenkorb, den man zuvor am Hof erworben hatte, fündig geworden mit Obst und Gemüse aus China oder Puerto Rico.

(Foto: Schwegmann)
Im nächsten Schritt wurde dann verglichen, was fällt als erstes auf? Hier kamen die Schüler zu der Erkenntnis, dass die Produkte im Discounter immer in Mengen abgepackt sind, die häufig zu viel für ein Gericht sind. Auf dem Hof kann man individuell beziehen. Im Discounter wird mit übertrieben viel Plastikverpackung gearbeitet. Die Produkte haben eine genormte Einheitsgröße. Das Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau ist häufig größer, hat auch einen besseren Geschmack.

Zu den Unmengen an Verpackungsmüll aus dem Discounter kommt noch, dass aus China, – oder selbst, wenn es nur aus den benachbarten Niederlanden kommt, unzählige Kilometer Transportwege überwunden werden müssen.

Bei der Abschlussbesprechung am Freitag waren sich die Schüler einig, auf eine ganz spannende Woche zurückblicken zu können, in der sie viel gelernt haben.
Anton (15): „Ich habe nicht damit gerechnet, dass unser Einkauf soviel Plastikmüll macht.“
Für Pia (15) steht fest: „Ich habe in dieser Woche gelernt, bewusster einzukaufen und auf Verpackungen zu achten.“
Dan (12) war begeistert vom Gericht mit den Hofprodukten: „Das war so lecker. Das Ei schmeckt mir irgendwie besser.“

Parallel dazu wurde noch eine vermüllte Erdkugel und eine saubere, müllgetrennte Erdkugel gebastelt, welche künftig im Schulgebäude an dieses Projekt erinnern sollen.
Das Projekt zeigt alltagsnah: Nachhaltiges Handeln beginnt im Kleinen – beim bewussten Griff ins Regal, Kennenlernen des eigenen klimatischen Hand- und Fußabdrucks. Förderung von Verantwortungsbewusstsein gegenüber Umwelt, Klima und regionaler Wertschöpfung-
Die Projektwoche wurde unterstützt von CARE Deutschland e.V.






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