Inklusionsbeirat der Stadt Emsdetten hat Arbeit aufgenommen

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(Foto: privat)

Nach der Kommunalwahl im Herbst und der Konstituierung der Ausschüsse des Rates hat der Sozialausschuss kürzlich die Mitglieder für den Inklusionsbeirat gewählt. Er ist zusammengesetzt aus Menschen, die selbst eine Behinderung haben oder solchen, die gesetzliche Vertreterinnen und Vertreter von behinderten Menschen sind. In seiner zweiten Sitzung im Februar wählte sich der Beirat einen neuen Vorstand. Christian Sorge wurde zum Vorsitzenden gewählt, Maria Ortmeier zur stellvertretenden Vorsitzenden. Eva Riddering ist Schriftführerin, ihre Vertreterin ist Rita Krumbeck.

Derzeit besteht der Beirat aus acht Mitgliedern von möglichen 13, da mit der Bewerbungsrunde, die im Dezember abgeschlossen wurde, nicht alle Plätze besetzt werden konnten. „Hier wird derzeit aktiv nachgesteuert“, so Christian Sorge. „Zusammen mit der Verwaltung und im Sozialausschuss abgestimmt haben wir die Zugangskriterien an einigen Punkten geöffnet und konkretisiert. So können in einer weiteren Bewerbungsphase bis zum Sommer die noch offenen fünf Plätze nachbesetzt werden“ zeigt sich Sorge hoffnungsvoll.

„Wir haben viel vor!“ sagt seine Stellvertreterin Maria Ortmeier, die bereits in der vergangenen Wahlperiode Mitglied des Beirats war. „In einer Strategiesitzung im April wollen wir uns mit Themen, Kooperationen und Aktionen befassen, und unsere Ideen bündeln. Wir möchten uns weiter ausdrücklich auch außerhalb der Gremienarbeit und unabhängig von der Verwaltung um Inklusion in Emsdetten kümmern.“ Wichtig sei ihnen, dass dabei alle Arten von Behinderungen berücksichtigt würden, also sowohl körperliche als auch geistige, und sowohl sichtbare wie nicht auf den ersten Blick sichtbare sind sich die beiden einig.

„Beim großartigen 10-jährigen Jubiläum des ‚Kino Inklusive‘ konnten wir Anfang März bereits Kontakt zur Caritas Emsdetten-Greven knüpfen. Wir werden uns weiter in der Stadtgesellschaft vernetzen und möchten als positive Lobbyisten hör- und sichtbar sein, wenn’s drauf ankommt!“ so Sorge abschließend.


Der Inklusionsbeirat stellt sich als selbstständiges Gremium der Aufgabe, die Bedingungen für die Teilhabe behinderter Menschen in Emsdetten zu verbessern. Seine Mitglieder vertreten die Anliegen des Beirates in den Fachausschüssen und beschäftigen sich darüber hinaus mit aktuellen Themen, die für Menschen mit Behinderungen im Alltag in Emsdetten wichtig sind. Der Beirat arbeitet weisungsfrei und unabhängig von Parteien, Konfessionen, Verbänden und Vereinen.

Grundlage dafür ist die UN-Behindertenrechtskonvention aus dem Jahr 2006, die am 26. März 2009 von der Bundesregierung ratifiziert wurde. Damit bekennt sich Deutschland zur umfassenden Inklusion von Menschen mit Behinderung.

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