Das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst startet am Sonntag, 29. März, in die diesjährige Kunstsaison. Beim „DA, Frühlingserwachen“ haben Kunst- und Kulturinteressierte Gelegenheit, die Eröffnung gleich zweier spannender Ausstellungen zu erleben. Während die historische Präsentation „WALD. Holzzeit in Gravenhorst“ den Gravenhorster Wald als Ergebnis menschlicher Interessen und Nutzungen beleuchtet, versammelt die „AUFTAKT“-Ausstellung eine Auswahl bisheriger Arbeiten der neuen Stipendiatinnen des Projektstipendiums KunstKommunikation. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Doppelte Ausstellungseröffnung am 29. März 2026 läutet neue Kunstsaison ein
Zur Eröffnung der historischen Präsentation im kleinen Saal führt die Historikerin und Kuratorin Uta C. Schmidt ab 14 Uhr in die Themen der Ausstellung ein. Bereits bei seiner Gründung im Jahr 1256 wurde das Kloster Gravenhorst mit Holz ausgestattet. Bis etwa 1800 war Holz ein universeller Rohstoff zum Bauen, Heizen, Kochen oder Brauen. Auch Bergbau, Metallherstellung, Salzgewinnung, Glashütten und Schiffsbau benötigten große Holzmengen. 1817 galt der Teutoburger Wald als abgeholzt und „nirgends mit Holz bedeckt“. Wälder dienten zudem als Weideflächen für Vieh, während Blätter und Nadeln als Einstreu im Stall verwendet wurden. Wald und Holz waren als lebenswichtige Ressourcen und Wirtschaftsgüter hart umkämpft. Die Klosterschwestern wurden sogar wegen Holzdiebstahls angeklagt.
Ab 15.30 Uhr lädt die Leitung des Kunsthauses zu einem moderierten Rundgang durch die „AUFTAKT“-Ausstellung im Westflügel ein. Mit dem deutschlandweit einmaligen Stipendienprogramm fördert der Kreis Steinfurt als Träger des Kunsthauses jährlich bis zu vier partizipatorische und ortsbezogene Kunstprojekte. Das Themenspektrum reicht in diesem Jahr von märchenhaften Klanglandschaften (Alisa Tretau) über einen skulpturalen Holzofen (Nadia Pereira Benavente) und künstlerische Protokolle (Kirsten Kötter) bis hin zu Seife als künstlerischem und sozialem Medium (Alla Zhyvotova). Im Rahmen des Rundgangs geben die vier Stipendiatinnen Einblicke in ihre jeweiligen Projekte und Arbeiten.





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