Ein leistungsgerechtes 25:25 Unentschieden gegen den TuS Vinnhorst ermöglicht dem TV Emsdetten jetzt eine gute Ausgangslage für den Rest der Aufstiegsrunde.
Kurz durchatmen – das Spiel war nichts für schwache Nerven oder Leute „mit Kreislauf“. Auch „wer Rücken hat“ dürfte es in der Ems Halle schwer gehabt haben. Denn so laut, so stimmungsvoll und so lange im Stehen wurde wohl selten ein Spiel in der EMS-Halle begleitet. Beide Teams wollten dem Feuer von den Rängen ein angemessenes Spiel bieten, kämpften um jeden Ball und jeden Zentimeter Hallenboden.
Den besseren Start erwischte der TV Emsdetten, der nach einem Holzner Siebenmeter mit 3:0 in Führung gehen konnte (in der 5. Spielminute). Der Vorsprung war immer knapp, Vinnhorst immer dran und immer gefährlich. Die Abwehrreihen beider Mannschaften machten ein hervorragendes Spiel, zeigten Handball auf ganz hohem Niveau. Für Tor Nummer sechs brauchte der TV Emsdetten zu lange, vergab einige gute Chancen und spielte ein wenig überhastet. Oliver Krechel in seinem „Wohnzimmer“ wollte die Partie aber nicht kippen lassen, nagelte den Kasten so gut es ging zu. Der Halbzeitstand von 13:12 war eng und leistungsgerecht, eine tolle Partie beider Teams!
Der zweite Durchgang war ein richtiger Krimi. Der TuS Vinnhorst biss sich richtig in die Partie rein, zwang den TV Emsdetten dazu, lange Wege zu gehen und im Offensivspiel den Ball viel zirkulieren zu lassen. Eins-gegen-Eins Situationen konnten nur wenige erzwungen werden. Der Weg zum gegnerischen Tor musste frei gekämpft werden.

Die Gäste haben große Klasse im Kader, das war vorher bekannt. Nach 47 Minuten gingen sie dann erstmals in Führung, bauten den Vorsprung wenig später sogar auf bis zu drei Treffer aus (19:22). Angetrieben von der unfassbaren Unterstützung von den Rängen und mit dem herausragenden Oliver Krechel im Tor kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Sascha Bertow wieder heran. Jede gelungene Aktion wurde von der Halle gefeiert, jedes Tor bejubelt. Auf dem Spielfeld wurde wie auch auf den Rängen an die Wende geglaubt. Der Ausgleich durch Anton Runarsson kurz vor Schluss (24:24, 58:44 Minuten gespielt) war dann der Startschuss zu wilden letzten Sekunden.
37 Sekunden vor Schluss trafen die Gäste zum 24:25. 12 Sekunden vor dem Ende glich Paul Kolk wieder für den TV Emsdetten aus. Vinnhorst hatte jetzt den Ball, nahm eine Auszeit und drängte darauf das Spiel noch zu entscheiden. Die Emsdettener Abwehr aber hielt auch der Schlussoffensive stand, konnte den Punkt sichern.
Nicht nur die Ems Halle war voll. Auch unser Live-Ticker wurde wieder hervorragend angenommen. Erneut können wir hier einen Rekord vermelden, freuen uns neben einer ausverkauften EMS-Halle, dass wir fast punktgenau eine identische Zahl Besucher auf dem Live-Ticker hatten.
Was macht man jetzt aus diesem Punkt? Einerseits ist es schade, dass in dieser Spielzeit erstmals kein Heimsieg eingefahren werden konnte. Andererseits war vom Spielverlauf her auch eine Niederlage nah, die den TVE im Kampf um den Aufstieg zurückgeworfen hätte. Auf den Tribünen überwog die Freude über das Unentschieden gegen einen Top-Gegner. Auch die Spieler beider Teams sahen nicht unzufrieden aus. Beide bleiben mit der Punkteteilung im Rennen um die ersten beiden Plätze, können aus eigener Kraft weiter aufsteigen.
Und genau das sollten Fans und Mannschaft aus dem Spiel mitnehmen:
In Aue und gegen Vinnhorst warteten die beiden auf dem Papier stärksten Teams auf die Emsdettener. Aus den beiden Partien geht man ungeschlagen, ist voll drin im Kampf um das ganz große Ziel. Wer aufsteigen will, muss über die kompletten acht Spiele eine tolle Leistung abrufen. Fünf davon sind jetzt noch zu bestreiten, das erste davon am kommenden Samstag gegen den MTV Braunschweig. AllesDetten wird wie gewohnt in der kommenden Woche mit einem Vorbericht auf die Partie in Niedersachen einstimmen.
H I E R geht es zum Spielverlauf gegen Vinnhorst.






























Danke für Ihre Nachricht. Wir werden diese schnellst möglich bearbeiten.