Eigentlich ist die Mühlenbachbrücke eine Krone Deutscher Ingenieurskunst

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Sehen wir das Ganze einmal positiv: Die Brücke scheint ja eine Krone Deutscher Ingenieurskunst zu sein, immerhin hat sie über mehrere Jahrzehnte viel mehr ausgehalten, als wofür sie ursprünglich ausgelegt ist!
Dass im Laufe der Jahre der Zahn der Zeit an einem nagt, davor sind wir Menschen nicht gefeit, warum sollte es da einer Brücke besser ergehen. Das Bauwerk wird nicht zusammenbrechen, wenn da morgen ein 40-Tonner drüber fährt. Sie muss nur rechtzeitig ausgetauscht werden bevor etwas passiert. Und genau das sollte doch in unser aller Interesse sein.

Wenn es nicht irgendwie traurig wäre, könnte man schon fast drüber lachen.
Am Dienstag hatten wir die Brücke noch in einen April-Scherz eingebacken. Wir hatten zwei Rückmeldungen, die darüber gar nicht lachen konnten, – alle anderen haben die Ironie in Verbindung mit dem 1. April auch so aufgefasst, wie sie gemeint war – haben darüber geschmunzelt.

Wir konnten ja nicht ahnen, dass die Kreisverwaltung am nächsten Tag, wenige Stunden nachdem wir unsere April-Scherze aufgelöst haben, noch einen drauflegt, wie selbst wir uns das nich besser hätten ausdenken können!?

Der Projektbeginn verschiebt sich um 19 Tage! Und damit ist nicht der Abriss der alten Brücke gemeint oder der Baubeginn der neuen Brücke, dann wären wir ja schon einen großen Schritt weiter. Nein, bei dieser Verzögerung handelt es sich rein um die Absperrmaßnahmen, Einrichtung der Umleitungsstrecken.

Abriss und Baubeginn mögen davon möglicherweise nicht betroffen sein, davon gehen wir mal aus, – aber dass dieser plötzliche Schachzug für Reaktionen von Unverständnis bis zum Lach-Flash sorgt, dass muss sich die verantwortliche Behörde im Kreishaus dann doch gefallen lassen.

Da wird die Emsdettener Politik in Steinfurt vorstellig, bekommt in einem Gespräch zugesagt, alles erdenklich Mögliche zu tun um die zu erwartenden Beeinträchtigungen maximal gering zu halten. Da macht die Emsdettener Stadtverwaltung Druck, bekommt gleichlautende Zusage und das Versprechen, im Mai dem zuständigen Fachausschuss Rede und Antwort zu stehen – und dann wird eine Woche vor Beginn der ersten Maßnahme verkündet, dass die Abstimmung mit einer anderen Behörde, dem Landesbetrieb Straßen, wohl ergeben hat, dass der eigene Zeitplan falsche Ansätze hat.

Zugegeben, ich habe bei der Mail gestern auf das Absendedatum geschaut, hätte ja sein können, dass die Meldung irgendwo im Netz hängengeblieben ist…   Mü-Bach-Brücke

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1 Kommentar

  1. Ich habe überhaupt kein Verständnis mehr, weder für den Kreis, aber vor allem nicht für die Verantwortlichen die diese Schluderigkeit zugelassen haben. Dass ist in höchstem Maße unprofessionell.

    Die Schäden an der Brücke sind zu 100% nicht über Nacht entstanden. Aber jetzt plötzlich müssen quasi über Nacht Maßnahmen ergriffen werden.

    Die Verantwortlichen für dieses (JA) Desaster werden niemals auch nur irgendwelche Konsequenzen zu ziehen haben.

    Sowas nennt man Behördenversagen. Aber dass kennen wir ja mittlerweile auf allen Ebenen zur genüge. Ob Stadt Land oder Bund, mit Geld umgehen Fehlanzeige. Trotz der offenbar viel zu großen (oder wegen) Bürokratie kann man nicht einmal eine neue Brücke rechtzeitig planen und erkennt trotz “ Experten“ deren Zustand nicht.

    Wie viele „Beamte“ sind wohl dabei, die laut Ursula von der Leyen (eine Legende) einen wesentlich besseren Job machen als wir Handwerker und Facharbeiter und somit später wesentlich weniger für die Altersruhe bekommen? Sie Frage scheint mir gerechtfertigt. Denn wenn ein Zimmermann z B. nicht erkennt dass ein Dachstuhl nicht mehr sicher ist, obwohl der Holzwurm schon lange drin wohnt, wird er zur Verantwortung gezogen.

    Thomas Hesters

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