Darf die Wilhelmschule Wilhelmschule heißen?

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(Foto: Eike Brünen)

„Muss die Wilhelmschule aufgrund des nachweislich antisemitischen Verhaltens des  Namensgebers, Kaiser Wilhelm II. umbenannt werden?“ So lautet der Prüfantrag, den Bürgermeister Oliver Kellner während einer Sprechstunde von einem Bürger entgegengenommen hat.

Hierzu gibt es eine Stellungnahme der Schulkonferenz unterzeichnet von der Schulleitung, namentlich Astrid König. Hierin heißt es wörtlich:

„…unsere Schulkonferenz hat sich dafür ausgesprochen, dass der Name Wilhelmschule unbedingt bestehen bleiben soll.“
Für die Eltern, wie auch die Lehrer, ist nicht eindeutig belegt, dass der Name auf eben diesen Kaiser Wilhelm II. zurückzuführen ist.

(Anm. d. Red.: bereits weit vor der Stadtwerdung Emsdettens wurden in Emsdetten, vermutlich zeitgleich, mehrere Straßen mit männlichen Vornamen belegt -Karlstraße, Bernhardstraße, Hermannstraße, Albertstraße, Auguststraße, Arminstraße, Friedrichstraße, Felixstraße…- die ursprüngliche Wilhelmschule ist das Gebäude an der Wilhelmstraße und hat vielleicht einfach nur den Namen der Straße angenommen (übrigens gibt es auch mehrere Straßenzüge mit weiblichen Vornamen: Emmastraße, Annastraße, Marthastraße, Hedwigstraße…))

Als weitere Argumente für den Erhalt des Namens führt die Schulleitung das bestehende positive Image in Verbindung mit dem bekannten und verwurzelten freundlichen „W“ an. „Ein neuer Name müsste gefunden, beantragt und genehmigt werden, alles müsste neu gestaltet werden: Briefköpfe, Logo, Stempel, Siegel, T-Shirts, Förderverein… damit sind erhebliche Kosten verbunden…“ so Astrid König abschließend.

Der Schulausschuss wird sich in seiner heutigen Sitzung mit dem Bürgerantrag beschäftigen. Endgültig entschieden wird dann am 14. Dezember 2023 in der Ratssitzung.

(nicht ganz ernst gemeinte Anm. d. Red.: Wenn die Schule nach ihrem neuen Standort Wannenmacherstraße/-schule benannt würde, bliebe
a) das „W“ im Logo (egal ob grün oder rot) erhalten und
b) würde Emsdettens uralte Tradition als Wannenmacherstadt möglicherweise einen neuen Aufschwung erleben und die Absolventen einen längst ausgestorbenen Berufszweig wiederbeleben)

 

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