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Mittwoch, September 16, 2026
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Betrugsmasche „Love-Scamming“ – Rheinenserin wird Opfer eines angeblichen Arztes

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(Foto: Schwegmann)

Eine 63-jährige Rheinenserin ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Sie lernte vor einigen Monaten in einem Online-Spiele-Portal einen Unbekannten kennen. Unter einer Legende und mit schmeichelhaften Nachrichten gelang es dem vermeintlichen Arzt, sich seinem Opfer emotional zu nähern. Die beiden tauschten ihre Handynummern aus und der Kontakt wurde daraufhin über einen Messenger-Dienst intensiviert. Die Frau folgte den Forderungen des Unbekannten, Codes von Guthabenkarten zu senden, um weiter Kontakt mit ihm halten zu können.

Nachdem das Opfer bereits Codes im Wert eines hohen vierstelligen Betrages an den Unbekannten übermittelt hatte und dieser daraufhin weitere Forderung stellte, bat das Opfer ihre Tochter um finanzielle Hilfe. Die Tochter machte die 63-Jährige auf den Betrug aufmerksam. Erst in diesem Gespräch wurde der Frau bewusst, dass sie Opfer der Betrugsmasche „Love-Scamming“ geworden ist.

Mit Anzeigenerstattung durch das Opfer wurden die polizeilichen Ermittlungen aufgenommen. Es kursieren Betrugsmaschen in vielfältigen Formen im Internet. Ob vorgetäuschte Liebe oder falsche Versprechen, die Polizei rät eindringlich:

   - Seien sie grundsätzlich misstrauisch bei virtuellen Kontakten, 
     auch wenn sie zunächst vielversprechend und seriös klingen. 
     Hinterfragen und Überprüfen Sie die Angaben des Unbekannten 
     kritisch. Die Täter beabsichtigen eine emotionale Bindung 
     aufzubauen, um sich dann am Opfer zu bereichern. Die 
     Kontaktaufnahme erfolgt oftmals über Online-Partnerbörsen oder 
     in sozialen Netzwerken.
   - Geben Sie keine Personaldaten oder Bankverbindungen preis.
   - Überweisen Sie niemals Geld an Unbekannte und gehen Sie nicht 
     auf sonstige Forderungen ein, auch nicht, wenn der Unbekannte 
     eine Notlage vortäuscht.
   - Bei dubiosen Nachrichten brechen Sie den Kontakt umgehend ab und
     wechseln Sie Ihre Emailadresse und Telefonnummer.
   - Sprechen Sie mit vertrauten Personen. Auch die Polizei steht 
     Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. Sichern Sie Beweismittel 
     wie zum Beispiel Email- oder Chatverläufe.

Opfer sollten in jedem Fall Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Dort können Sie sich auch informieren, was bei „Love-Scamming“ zu tun ist, wie man Beweise sichert und wie man Täter blockieren kann.

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