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Donnerstag, Oktober 29, 2026
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Bildungsbüro und Schulaufsicht stärken KAoA-Prozess

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(Foto: Böing / Kreis Steinfurt)

Mit einer Auftaktveranstaltung zur Verantwortungskette haben das Bildungsbüro des Kreises Steinfurt und die Schulaufsicht den Grundstein für eine noch engere Zusammenarbeit im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) gelegt. Unter dem Titel „Übergänge gestalten: Impulse erhalten – Beratungsangebote kennenlernen – Schülerinnen und Schüler gezielt begleiten“ waren Lehrerinnen und Lehrer der Abschlussjahrgänge sowie die Koordinatorinnen und Koordinatoren für Studien- und Berufswahl (StuBos) aller weiterführenden Schulen im Kreis kurz vor den Herbstferien ins Kreishaus eingeladen. Dabei ging es darum, wie Schule und regionale Akteure der Berufsorientierung Jugendlichen ohne Anschlussperspektive frühzeitig und gezielt zur Seite stehen können.

„Die Veranstaltung bietet Raum, sich zu vernetzen, mit den Akteurinnen und Akteuren ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen“, betonte Sylvia Greshake, Leiterin des Bildungsbüros, bei der Begrüßung im großen Sitzungssaal. Auch Gerd Clancett von der Schulaufsicht des Kreises unterstrich die Bedeutung des persönlichen Austauschs: „Es lohnt sich zusammenzukommen, weil alle hier dasselbe Ziel verfolgen – nämlich einen guten Übergang für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen und vor allem diejenigen an die Hand nehmen, die noch keine Idee von ihrer beruflichen Zukunft haben.“ Diese Jugendlichen sollen frühzeitig erkannt, gezielt beraten und begleitet werden.

Einen praxisnahen Impuls setzte Referentin Leonie Mühlbauer von Helliwood media & education, einem Geschäftsbereich des Fördervereins für Jugend- und Sozialarbeit e.V. Sie zeigte auf, wie Künstliche Intelligenz (KI) die berufliche Orientierung unterstützen kann. Mit den richtigen Prompt-Techniken lasse sich der Weg zum Wunschberuf in wenigen Schritten begleiten – vom Orientieren und Informieren bis hin zum konkreten Bewerbungsprozess. So könne KI beispielsweise genutzt werden, um Vorstellungsgespräche zu simulieren und wertvolles Feedback zu erhalten. Gleichzeitig mahnte die Expertin zur Vorsicht: „KI kann helfen, macht aber nicht alles. Deshalb immer den gesunden Menschenverstand einschalten und nutzen.“ Zudem wies sie nachdrücklich auf den Datenschutz hin. Sensible persönliche Daten wie Lebensläufe oder Zeugnisse dürften keinesfalls in KI-Systeme hochgeladen werden.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das gegenseitige Kennenlernen. Bei einem „Gallery Walk“ erhielten die Lehrkräfte einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten im Kreis. Zahlreiche regionale Akteure der Berufsorientierung (Agentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, Handwerkskammer Münster, Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf, Ausbildungswege NRW, Lernen fördern e. V., Verfahrenslotsen, Studienberatung der Universität und der FH Münster, Helliwood media&education sowie Jobcenter, Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft, Bildungsbüro, Schulamt, Schulpsychologische Beratungsstelle, Koordination Schulsozialarbeit, Eurodesk und Berufskollegs seitens des Kreises) präsentierten ihre Angebote und standen für den direkten Austausch zur Verfügung. Den intensiven Dialog nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv, um Kontakte zu knüpfen und ihr Netzwerk für die tägliche Arbeit an den Schulen zu stärken.

(Foto: Böing / Kreis Steinfurt)

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