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Mittwoch, Oktober 28, 2026
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OMAS GEGEN RECHTS Emsdetten laden zum Gedenken an die Reichspogromnacht ein

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(Foto: pixabay)

Am Montag, 9. November 2026, um 18 Uhr laden die OMAS GEGEN RECHTS Emsdetten zu einer Gedenk- und Mahnveranstaltung anlässlich der Reichspogromnacht ein. Treffpunkt ist links neben dem Rathaus am Aufgang zum Rathausplatz.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Schicksale jüdischer Familien, deren Lebensgeschichten eng mit Emsdetten verbunden sind. Mit dem Gedenken an ihre Lebenswege wollen die OMAS GEGEN RECHTS die Erinnerung an die Opfer wachhalten und zugleich ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit setzen.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 eskalierte der bereits seit Jahren staatlich geschürte Antisemitismus in organisierten Gewalttaten gegen die jüdische Bevölkerung. Synagogen und jüdische Versammlungsräume wurden in Brand gesetzt, Geschäfte und Wohnungen geplündert und zerstört. Jüdinnen und Juden wurden misshandelt, ermordet und in Konzentrationslager verschleppt. Die Novemberpogrome waren ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur systematischen Vernichtung des europäischen Judentums im Holocaust.

Mit Kerzen und dem Verlesen der Namen jüdischer Emsdettener Bürgerinnen und Bürger geben die OMAS GEGEN RECHTS diesen Menschen ihre Geschichte und ihre Würde zurück. Zugleich wird der Millionen jüdischen Opfer des Holocaust sowie der Sinti und Roma, homosexueller Menschen, Menschen mit Behinderungen und weiterer vom NS-Regime verfolgter Gruppen gedacht.

Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, der Gräueltaten der Vergangenheit zu gedenken. Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen mahnt uns, aufmerksam zu bleiben, wenn Menschen ausgegrenzt, diskriminiert und ihrer Rechte beraubt werden. Denn gesellschaftliche Veränderungen beginnen nicht zwangsläufig mit offen sichtbarer Gewalt. Oft entwickeln sie sich schrittweise, während der Alltag zunächst unverändert weitergeht.

Die Publizistin Marina Weisband beschreibt diese Gefahr eindringlich:
„Wenn der Faschismus kommt, scheint noch immer die Sonne. Die Vögel singen. Sie gehen zur Arbeit. Alles ist normal. Nur Transmenschen verlieren ihre Rechte. Und Asylsuchende. Und Immigranten. Und Behinderte. Und Muslime. Und Juden. Und Frauen. Und linke Journalisten. Und alle anderen Journalisten. Und Sie. Und ich. Und niemandem ist mehr klar, wann es eigentlich zu spät wurde.“

Bewusst haben die Veranstalter den Bereich links neben dem Rathaus am Aufgang zum Rathausplatz gewählt. Die dortige künstlerische Gestaltung zum Thema Demokratie unterstreicht die Bedeutung von Mitgestaltung, Beteiligung und gemeinsamer Verantwortung.

Die OMAS GEGEN RECHTS Emsdetten laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen für Erinnerung, Menschlichkeit und Demokratie zu setzen.

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