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Emsdetten
Montag, Oktober 26, 2026
Start Sport Verdienter Sieg für die Gäste aus Dormagen – TVE verliert 28:30 (15:17)

Verdienter Sieg für die Gäste aus Dormagen – TVE verliert 28:30 (15:17)

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(Foto: Fisseler)

Eric Damböck (Titelbild mitte) durfte gestern leider nur zusehen – oder musste zusehen? – Denn, was er da gesehen hat, konnte ihn sicherlich nicht begeistern, der TV Emsdetten musste sich geschlagen geben – und das deutlicher, als es das Ergebnis tatsächlich aussagt.

Im Endeffekt war aus Sicht des TV Emsdetten das gestrige Spiel in der heimischen EMS-Halle gegen den TSV Bayer Dormagen eine Blaupause der Begegnung am vorausgegangenen Spieltag beim TuSEM Essen. In Essen allerdings konnten die Herzblut-Handballer aus dem Münsterland zu Beginn noch in Führung gehen, das Spiel in der ersten Halbzeit über weite Strecken ausgeglichen halten. Gestern gegen Dormagen war bereits ziemlich schnell erkennbar, da fehlt heute der Spielfluss. Dormagen ging immer wieder auf zwei, drei Tore in Führung, Emsdetten gelang zwar in der ersten Hälfte öfter mal der Ausgleich, dafür lagen sie im zweiten Durchgang dann auch öfter mal mit fünf Toren hinten. Wirklich spielbestimmend, was eigentlich Privileg der Heimmannschaft sein sollte, waren sie nie.

Eine Führung für den Hausherren wurde immer häufiger durch eigene individuelle, unnötige Fehler, erfolgreich verhindert. Nervosität wenn man unter Druck gerät? Eric Damböck hat sich das Spiel von der Tribüne aus angesehen, seine Verletzung wird ihn noch lange außer Gefecht setzen. Was auf der Platte fehlte, war sein Spielwitz, seine Agilität. Der österreichische Nationalspieler greift sich öfter mal einen Ball ab und sprintet damit zum gegnerischen Tor. Tempo war eigentlich immer das Erfolgsrezept des TV Emsdetten. Dieses Tempo fehlte, bzw. wenn es dazu kam, dann scheiterte der Abschluss. Einen klasse Job hat Ben Beekmann gemacht. Beekmann, der sich sonst die Position mit Damböck teilt, bekommt nun mehr Spielanteile und Verantwortung. Mit sieben teils besonders sehenswerten Treffern hat er seinen Beitrag geleistet. Ab nächster Woche wird Marc Esche auf dieser Position unterstützen. Ihm, der sich mit Abschluss der Aufstiegsrunde erstmal aus dem aktiven Handballsport zurückgezogen hat um sich seinem Studium zu widmen, fehlt es allerdings an Spielpraxis, muss da erst wieder seinen Rhythmus finden.
In Essen wie gegen Dormagen einige vielversprechende Aktionen zwischen Yannick Terhaer und Robin Jansen. Doch, wie in Essen, kam Jansen auch diesmal erst, als der Drops eigentlich schon gelutscht war.

Mit Niclas Heitkamp fehlte ein weiterer Leistungsträger. Yannick Terhaer kann weitere acht Tore auf seinem Konto verbuchen, hat damit das gebracht, was man von ihm erwarten durfte. Dass Terhaer so kurz vor Schluß (58. Minute) noch eine Zeitstrafe erhielt, besiegelte dann die sichere Erkenntnis, dass Dormagen hier als Sieger vom Platz geht.

Das soll jetzt nicht ein Vorwurf an die Mannschaft oder gar einzelne Spieler sein, hier wird jeder alles gegeben haben, mit dem unbedingten Willen, zu siegen aus der Kabine auf’s Feld gegangen sein. Aber wenn dann kein Impulsgeber da ist, der die Mannschaft im richtigen Zeitpunkt mitnehmen kann, und wenn man dann auch noch gegen ein Team spielt, dass diese Punkte beherrscht, dann kommt halt sowas dabei heraus. Den vielleicht enttäuschten Zuschauern sei aber gesagt: in der vergangenen Saison konnten wir in der dritten Liga in jedem Spiel eine Herrentorte mit doppelt Sahne und zusätzlicher Kirsche oben drauf abliefern, weil die Gegner es zugelassen haben, weil wir denen überlegen waren. Die zweite Liga ist eine andere Hausnummer, da reicht so ein trockener Butterkuchen nicht als Gesellenstück. Daran müssen wir uns gewöhnen, da müssen wir dagegen halten.

Am kommenden Freitag fahren Lennart Lingener und das Team des TV Emsdetten zum HC Elbflorenz Dresden, dem aktuellen Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga. Welche der beiden Mannschaften hierbei für sich zwei Punkte einplant, dürfte schwer zu erraten sein.

Die Emsdettener Tore erzielten: Yannick Terhaer (8), Ben Beekmann (7), Björn Zintel (3), André Meuser (3), Bjarne Budelmann (2), Marcel Timm (2), Fynn Hasenkamp (1), Florian Träger (1), Robin Jansen (1)

Am Rande des Spiels konnte gestern noch ein Scheck in Höhe von 3.500 € an die GREEN ACADEMY übergeben werden. Es handelt sich hierbei um die Summe aus 1.622 Getränkebechern für die in der vergangenen Saison von den Nutzern das Pfandgeld nicht zurück verlangt wurde sondern gezielt als Spende bedacht war. Durch die Becher kamen etwa 3.080 € zusammen, die dann von Michael Korte von Getränke Korte, Betreiber der Hallenbewirtung, aufgestockt wurden.

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