Bei der kommenden Ratssitzung stellt sich die Frage, ob die Stadt Emsdetten Reinigungskräfte weiter in Eigenregie beschäftigen soll oder ausschließlich auf externe Dienstleister zurückgreifen soll. Hier lassen sich zahlreiche Argumente abwägen: Reinigungsqualität, Lohn- und Beschäftigungsbedingungen für die Menschen, die unsere Kindergärten und Schulen reinigen. An dieser Stelle soll es um die Kostenfrage gehen.
Stellungnahme der Grünen Ratsfraktion Emsdetten zur Kostenentwicklung in der Eigenreinigung
Die reinen Personalkosten lassen sich schnell und ohne große Diskussion beziffern. Die Löhne der Reinigungskräfte zuzüglich der üblichen Lohnnebenkosten sind bekannt. Schwieriger wird es bei den sogenannten Overheadkosten, also z. B. Kosten für die Personalsachbearbeitung, Führungskräfte und allgemeine Verwaltungskosten. Hier arbeitet die Verwaltung üblicherweise und aus nachvollziehbaren Gründen mit pauschalen Aufschlägen auf die reinen Personalkosten. Bei der Schaffung neuer Stellen in der Stadtverwaltung für das Abwasserwerk sind rund 30 Prozent als Sach- und Overheadkosten auf die reinen Personalkosten aufgeschlagen worden.
Bei der Evaluierung der Eigenreinigung ist die Stadtverwaltung auch mit Zustimmung der Grünen Ratsfraktion anders vorgegangen. Statt pauschal „geschätzter“ Aufschläge wurde jede Kostenposition einzeln ausgewertet und die Overheadkosten auf Euro und Cent akribisch zusammengerechnet. Dabei ist dann in der Eigenreinigung für das Jahr 2025 ein Overheadaufschlag von 53 Prozent herausgekommen.
Für diesen Umstand gibt es übrigens eine ganze einfache Erklärung. Die Eigenreinigung wurde erst in 2024 wieder eingeführt. Beim Aufbau einer neuen Organisationseinheit entstehen zunächst Kosten, die sich bei einer besseren Auslastung vorhandener Kapazitäten auf mehr Leistungen verteilen können. Die Verwaltung schlägt jetzt unter anderem vor, den Umfang der Eigenreinigung maßvoll zu erweitern, bis die Leistungskapazitäten des Overheads ausgeschöpft sind und so der Aufschlag reduziert wird.
Die Grüne Ratsfraktion begrüßt diesen Vorschlag der Verwaltung ausdrücklich. Es ist absehbar, dass eine maßvolle Erweiterung die Chance bietet, die Kosten pro Quadratmeter zu senken und die Eigenreinigung in bestimmten Gebäuden (Kitas und Schulen) wirtschaftlicher zu gestalten.




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