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Mittwoch, Oktober 7, 2026
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Galerie Münsterland – Streitthema mit (noch) ungewissem Ausgang

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Die eine geht von Bord, Ingrid Raschke-Struwe (rechts), die Neue, Niina Valavuo übernimmt voller Tatendrang das Ruder. (Foto: Schwegmann)

Auf fünf Jahre ist die Kuratorinnenstelle der Galerie Münsterland im Jahre 2023 angelegt worden, sie kostet der Stadt Emsdetten jährlich 50.000 €. Schon bei der Installation gab es im Rat der Stadt Emsdetten große Differenzen über das Für und Wider dieser Stelle. Die Galerie Münsterland in ihrer Form hat sich seit Bestehen zu einem Aushängeschild Emsdettens in der Künstlerbranche und bei den Kunstliebhabern etabliert, ist weit über Emsdetten hinaus bekannt. Aktuell geht es darum, wie nach Ablauf der fünf Jahre mit der Stelle umgegangen wird. Die Stadtverwaltung hat für die Sitzungen im Kulturausschuss, Hauptausschuss und Stadtrat eine Beschlussvorlage mit mehreren Varianten erstellt, ohne selber eine Empfehlung auszusprechen.

Die Alternative A sieht vor, den Zuschuss von jährlich 50.000 € um eine in der Sitzung festzulegende Dauer von … Jahren zu verlängern.
Die Alternative B sieht vor, den Zuschuss von jährlich 50.000 € unbefristet zu verlängern.
Die Alternative C sieht vor, die Bezuschussung auslaufen zu lassen und nicht zu verlängern.

Plädoyers für die Fortführung gab es von Bürgermeister Oliver Kellner und Anke Hackethal, Fraktionssprecherin der SPD. Beide lobten die wertvolle Arbeit, die von der derzeitigen Stelleninhaberin geleistet wird, konnten aus eigenen Erfahrungen aber auch vielen Gesprächen berichten.

Die Arbeit der Stelleninhaberin wollte Daniel Hellwig, Fraktionssprecher der CDU, gar nicht mindern, es geht ihm lediglich um die Bezuschussung durch die Stadt. „50.000 €, das entspricht in den geplanten fünf Jahre eine Viertel Million €. – Geld, das wir in dieser Zeit für dringend nötigere andere Dinge nutzen können.“

Der Kulturausschuss hatte in seiner Sitzung noch nicht abgestimmt. Die Fraktion Die Linke hatte darum gebeten, den Punkt zu schieben, hier bestehe noch Gesprächsbedarf. Im Hauptausschuss gab es im Endergebnis eine Patt-Situation, 8:8. Die Entscheidung liegt also in der kommenden Woche beim Rat.
Der Umgang mit dem Thema droht mittlerweile die Sachebene zu verlassen. Der Zeitpunkt, bereits zwei Jahre vor Ablauf der bereits bewilligten Zuschüsse über eine Fortführung der Zuschüsse zu befinden, ist seinerzeit bewusst gewählt worden, um dem Verein der Galerie Münsterland gegebenenfalls ausreichend Zeit für Zukunftsplanungen zu geben. Der Vertrag mit der derzeitigen Kuratorin Niina Valavuo läuft noch bis 2028. Dem Galerie Münsterland e.V. blieben noch knapp zwei Jahre, sich um eine Finanzierung evtl. über Sponsoring oder anderer Möglichkeiten zu kümmern.

Mit dieser Entscheidung wird bereits ein Griff in die Zukunft getan, von dem man heute noch nicht weiß, ob dann überhaupt die Mittel zur Verfügung stehen. Es handelt sich um Ausgaben, die 2028 erstmals wirksam werden.

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