Auf den Feldern rund um Emsdetten läuft derzeit die Maisernte auf Hochtouren. Wo vor wenigen Tagen noch mannshohe Pflanzen die Sicht versperrten, bleiben schlagartig freie Flächen zurück. Das hat direkte Konsequenzen für die heimische Tierwelt – und erfordert in den kommenden Tagen die erhöhte Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer.
Wie der Hegering Emsdetten mitteilt, geht vor allem dem Rehwild durch den Wegfall der Maisfelder von einem Tag auf den anderen der gewohnte Schutz und die gewohnte Deckung verloren. Die Tiere sind durch die veränderte Landschaft aufgeschreckt, müssen sich neue Einstände suchen und sind dadurch deutlich mehr auf den Läufen als sonst.
Aufmerksam fahren an Feldern und Wirtschaftswegen
Der Hegering appelliert daher dringlich an alle Autofahrerinnen und Autofahrer, in den nächsten Tagen besonders umsichtig zu fahren. Ein erhöhtes Risiko für Wildunfälle besteht nicht nur an den großen Land- und Bundesstraßen rund um Emsdetten, sondern insbesondere auch entlang verbliebener Maisfelder, Waldränder und auf schmalen Wirtschaftswegen.
Tipps für Autofahrer in der Erntezeit:
- Tempo drosseln: Reduzieren Sie die Geschwindigkeit entlang von Feldkanten und unübersichtlichen Straßenabschnitten – besonders in den Morgen- und Abendstunden.
- Vorausschauend fahren: Taucht ein Reh am Straßenrand auf, rechnen Sie stets mit Nachzüglern. Rehe sind selten allein unterwegs.
- Richtiges Verhalten im Ernstfall: Steht Wild auf der Straße, blendet man das Fernlicht ab, hupt und bremst kontrolliert. Das Lenkrad sollte niemals für unkontrollierte Ausweichmanöver verrissen werden.
Mit angepasster Geschwindigkeit und erhöhter Bremsbereitschaft leisten Verkehrsteilnehmer aktuell einen wichtigen Beitrag, um Wildunfälle zu vermeiden und Mensch und Tier zu schützen.




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