Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren (AllesDetten berichtete damals H I E R) spielte Herbert Knebel zuletzt hier im Bürgersaal. Das Besondere am damaligen Auftritt: es war die erste Bühnenveranstaltung mit Publikum nach Corona.
„Damals war morgens das Parkett noch nicht vollständig verlegt.“, erinnert sich Joschy Wolters heute an den wohl stressigsten Arbeitstag seiner Laufbahn.
Gestern lief Knebels Affentheater wieder zur Höchstform auf. Zwar saß der „Trainer“ nicht mehr in seiner Schießbude – mit Ronny ist aber ebenbürtiger Ersatz gefunden – und die eineiigen Cousins an Trompete und Posaune machten das Bild komplett. Musikalisch bewegten Herbert Knebel, Otzi Ostermann und Ernst Pinkel sich fast durchgängig in den 70ern, das Bühnenbild hatte den Charme Gelsenkirchener Barocks. Aus Mendocino wurde Meinerzhagen…
„Sex im hohen Alter“, kam der Entertainer in Trombose-Söckchen, schnell zum Thema. Er und seine Guste nehmen schon seit Jahren die Pille, immer abwechselnd, als Mann hat man ja schließlich auch Verantwortung.
„Im Alter werden die Augen nicht besser – ich hab aus Versehen meiner eigenen Frau hinterhergepfiffen…“
Hören und Sehen – je älter man wird, umso mehr wird es weniger.
Herrlich skurril, manchmal an der Grenze zur Albernheit und unter der Gürtellinie, aber stets so verpackt, dass man ihn dafür knuddeln möchte.
Herbert Knebel, der Mann, der offene Türen eintritt, erzählt, wie seine Guste ihm beim Inder das Leben gerettet hat, – was scharfes Curry so alles mit einem machen kann. Knebel erzählt, dass in der Pommes-Bude bei ihm ums Eck aus Nachhaltigkeitsgründen das Öl der Friteuse nicht mehr gewechselt wird…
Knebel setzt dem Abend in der Zugabe die Krone auf, als er – oder war es doch die echte Tina Turner? – deren Welthit „Ich stink wie die Pest!“ zum Besten gibt. – Das Publikum tobt und wird den Abend wohl noch länger in Erinnerung behalt.
















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