Heute ist Tag des Wiener Schnitzels! Fangen wir mit dem an, was es nicht ist: das in Deutschland weit verbreitete „Schnitzel Wiener Art“. Da ist eine holländische Frikandell schon näher an einer guten deutschen Grillwurst als „Wiener Art“ an „original Wiener Schnitzel“.
Während „Wiener Art“ überschaubar angeordnet, einem Schwein entnommen, sich irgendwo zwischen Kartoffelstreifen, genannt Pommes, wiederfindet und häufig zu Discounterpreisen erhältlich ist, ist das original Wiener Schnitzel vom Kalb, plattgeklopft mit deutlich erkennbaren Expansionsplänen – es überlappt den Teller, scheint bereits mit dem Nachbarporzellan Kontakt aufgenommen zu haben – in goldbrauner welliger Panade mit einer Zitronenscheibe, Kartoffelsalat und vom Herrn Ober, der in Wien grundsdätzlich Franz oder Karl heißt, serviert wird mit einem Blick, als wolle er sagen: „Um des Geld hättn S‘ si aa drei Döner einhaun können.“
Neben Mozartkugeln und Sacher-Torte ist das Wiener Schnitzel wohl eines der herausragensten Österreichischen Kulturgüter…





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