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Sonntag, September 6, 2026
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Herzblut-Handballer müssen in Ferndorf Federn lassen

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Am Ende dürften sie dann doch alle enttäuscht gewesen sein. Mit 26:31 hat der TV Emsdetten bei seinem Auswärtdebut im Kreuztaler Ortsteil Ferndorf erst kurz vor Schluss die Zügel aus der Hand gegeben. Dabei hatten sie zur Halbzeit noch mit 16:15 Toren geführt, hatten fast während des gesamten Spiels die Nase immer ein bißchen weiter vorn als die Gastgeber im Siegerland.

Das Spiel ist erst mit 30-minütiger Verspätung angepfiffen worden. Emsdettens Akteure haben auf der Anreise mehrfach im Stau gestanden, waren erst um kurz vor 19 Uhr an der „Stählerwiese“, nur etwa 45 Minuten später fiel dann schon das erste Tor für den TuS Ferndorf. Das sind natürlich nicht optimale Bedingungen. Yannick Terhaer konnte durch Siebenmeter ausgleichen, Emsdetten lief aber immer einem Rückstand hinterher, lag in der 12. Minute beim 3:6 mit drei Toren hinten. Tobeler, Terhaer und Damböck konnten dann ausgleichen, Kluwe, Zintel und erneut Damböck brachten die Emsdettener, die von zahlreichen Fans im Gästeblock unterstützt wurden, mit 9:6 in Führung – ein 6:0-Lauf in nur fünf Minuten, ein deutliches Zeichen, wer hier heute als Sieger vom Platz gehen wollte.

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Die im roten Dress spielende Heimmannschaft agierte im Angriff häufig mit sieben Feldspielern, Hängenbleiben in der Deckung oder abgefangene Bälle gaben dem TVE die Chance zum Tempogegenstoß, lange Bälle, die dann ins leere Tor versenkt werden konnten.

Ferndorf gelang es danach immer wieder, den Emsdettener Angriff zu vorzeitigen Abschlüssen zu zwingen, die körperlich auf fast allen Positionen größeren Spieler auf Ferndorfer Seite machten es dem Emsdettener Team zunehmend schwerer.

Über 40 Minuten gab es ein „Bäumchen-wechsel-dich“, herausgespielte zwei Tore Führungen wandelten sich in einen ein-Tor-Rückstand und umgekehrt. Eric Damböck gelangen in der 51. Minute zwei ganz wichtige Tore, brachte Emsdetten von einem 23:24 Rückstand in eine 25:24 Führung, das hätte den notwendigen Impuls geben müssen, doch dann geriet der Ferndorfer Rückraumspieler Marvin Mundus plötzlich außer Kontrolle, erzielt sechs seiner insgesamt zwölf Treffer allein in den letzten neun Minuten.

Die unnötige rote Karte in der 60. Minute für den Emsdettener Marcel Timm wurde von einigen kaum noch wahrgenommen, viel zu groß war die Gewißheit, dass man hier zwei Punkte verloren hat, die ebensogut auf der Habenseite hätten verbucht werden können – und der TuS Ferndorf hätte sich dabei nicht beschweren dürfen. – Und auch die 5.579 Aufrufe unseres MDG-LiveTickers hätten sich gefreut.

Festzustellen bleibt aber, dass es hätte anders ausgehen können. Es werden auch die Momente kommen, in denen dem TVE das Glück des Tüchtigen beisteht und ein solches Spiel gewonnen wird. Es zeigt aber auch, dass dafür über 60 Minuten volle Konzentration erforderlich ist, nur ein kleiner Fehler kann sich ins Endlose potenzieren.

Beim TV Emsdetten über 60 Minuten im Tor: Oliver Krechel mit neun Paraden.
Torschützen Emsdetten:
Eric Damböck (9)
Yannick Terhaer (7)
André Meuser (3)
Björn Zintel (2)
Jaris Tobeler (2)
Bjarne Budelmann (1)
Marcel Timm (1)
Marius Kluwe (1)

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