Nach einem intensiven Wochenende im Einsatz gegen den großflächigen Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel sind 126 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren der Städte und Gemeinden des Kreises Steinfurt in der Nacht zu Montag (17. August 2026) sicher in ihre Heimat zurückgekehrt. Im Rahmen der „Vorgeplanten überörtlichen Hilfe“ hatten sie die Einsatzkräfte vor Ort mit insgesamt 28 Fahrzeugen unterstützt. Alle Kräfte aus dem Kreis Steinfurt konnten den Einsatz wohlbehalten beenden.
Die Feuerwehrangehörigen aus dem Kreis Steinfurt waren als 4. Bereitschaft des Regierungsbezirks Münster in das Einsatzgebiet im Kreis Düren entsandt worden. Nach der Anfahrt in der Nacht zu Samstag übernahmen sie am Samstagmorgen Einsatzabschnitte von Kräften, die dort bereits seit vielen Stunden im Einsatz waren. Zu ihren Aufgaben gehörten insbesondere die Brandbekämpfung, die Kontrolle bereits abgelöschter Flächen sowie die intensive Suche nach Glutnestern.
„Unsere Einsatzkräfte haben unter anspruchsvollen Bedingungen hochprofessionell gearbeitet und einmal mehr gezeigt, dass auf die Feuerwehren aus dem Kreis Steinfurt auch bei großen überörtlichen Schadenslagen Verlass ist. Besonders wichtig ist, dass alle Kameradinnen und Kameraden gesund und sicher zurückgekehrt sind“, sagt Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier.
Der Waldbrand im Hürtgenwald hatte über mehrere Tage zahlreiche Einsatzkräfte gebunden. Rund 360 Hektar Waldfläche waren nach Angaben aus dem Einsatzgebiet betroffen. Neben den Feuerwehren waren unter anderem das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr, Forstkräfte sowie Landwirte in die Arbeiten eingebunden. Eine besondere Herausforderung stellte das Gelände auch aufgrund möglicher Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg dar.
Die Einheiten aus dem Kreis Steinfurt waren für einen mehrtägigen Einsatz vorbereitet und verfügten neben der regulären Ausstattung der Bereitschaft über zusätzliche Fähigkeiten und Ausrüstung für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung.
„Solche Einsätze machen deutlich, wie wichtig gut vorbereitete Strukturen für die überörtliche Hilfe sind. Wenn bei einer großen Schadenslage innerhalb kurzer Zeit leistungsfähige Verbände aus anderen Regionen benötigt werden, können wir auf eingespielte Abläufe und hervorragend ausgebildete ehrenamtliche Einsatzkräfte zurückgreifen. Dafür gebührt allen Beteiligten großer Dank und Anerkennung“, betont Bevölkerungsschutzdezernent Dr. Karlheinz Fuchs.
Die vorgeplante überörtliche Hilfe ermöglicht es, bei außergewöhnlichen oder länger andauernden Einsatzlagen geschlossene Feuerwehrverbände aus anderen Kreisen und Regierungsbezirken zusammenzustellen und gezielt in betroffene Regionen zu entsenden. Dadurch können örtliche Einsatzkräfte abgelöst und über einen längeren Zeitraum ausreichende Kräfte für die Gefahrenabwehr bereitgestellt werden.
Der Kreis Steinfurt dankt allen eingesetzten Feuerwehrangehörigen für ihr Engagement sowie ihren Familien, den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und allen weiteren Beteiligten, die einen solchen überörtlichen Einsatz ermöglichen. Ebenso gilt der Dank den Einsatzkräften und Organisationen vor Ort für die gute Zusammenarbeit.




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