Mit einem Wechselbad der Gefühle erlebten die beiden Mannschaften von Borussia Emsdetten am Donnerstag beim Dana Cup in Hjørring einen unvergesslichen Turniertag. Während für das 11-gegen-11-Team im Sechzehntelfinale Endstation war, kämpfte sich die 7-gegen-7-Mannschaft bis ins Halbfinale vor. Noch wichtiger als die Ergebnisse war für viele Spieler jedoch das gemeinsame Erlebnis mit Mannschaften aus aller Welt.
Den Auftakt in die K.-o.-Runde machte die 7-gegen-7-Mannschaft gegen Solar FK aus Norwegen. Borussia dominierte die Begegnung nach Belieben und gewann mit 20:0. Trotz der klaren Kräfteverhältnisse blieb vor allem die sympathische Art des norwegischen Teams in Erinnerung – ganz im Sinne des internationalen Gedankens des Dana Cups.

Wesentlich spannender verlief das Play-off-Spiel der 11-gegen-11-Mannschaft. Gegen einen körperlich starken Gegner gerieten die Borussen zunächst mit 0:2 in Rückstand. Nach einer deutlichen Halbzeitansprache von Trainer Daniel Kreuzer zeigte die Mannschaft jedoch ihr wahres Gesicht. Mit großem Einsatz kämpfte sie sich zurück, Moritz Kreuzer und Titus Sander erzielten den verdienten Ausgleich. Im anschließenden Penaltyschießen bewiesen die Emsdettener Nervenstärke und zogen mit einem 7:6-Erfolg mit dem letzten Schützen, Caspar Lindner, in die nächste Runde ein.
Dort wartete allerdings mit Academia Rocco aus Chile der Finalist des Vorjahres – ein echtes Hammerlos. Borussia hielt mutig dagegen, setzte den technisch starken Südamerikanern immer wieder zu und zwang sie in der durchaus starken Defensise rund um Linus Ruhe zu Fehlern. Dennoch machte die chilenische Academy ihre Klasse im Laufe der Partie deutlich und gewann verdient mit 5:0. Für die Borussen war das Turnier damit beendet, allerdings gegen einen Gegner, der erneut zu den besten Mannschaften des gesamten Wettbewerbs zählt.

Die 7-gegen-7-Mannschaft setzte ihren Lauf derweil fort. Im Viertelfinale wurde Kugsak aus Grönland mit 5:1 bezwungen. Ben Wessler traf doppelt, außerdem waren Maxi Dietz, Mats Großmann und Alex Durai erfolgreich.
Im Halbfinale wartete anschließend ein Team aus Palästina. Bereits vor dem Anpfiff entwickelte sich ein herzlicher Austausch zwischen beiden Mannschaften. Auf dem Platz zeigte die Academy aus Palästina ihre außergewöhnliche Klasse. Borussia musste sich zwar mit 1:5 geschlagen geben, den Ehrentreffer erzielte Ben Wessler. Dennoch war gerade diese Begegnung für viele Spieler der emotionale Höhepunkt der Woche. Fairness, gegenseitiger Respekt und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg machten deutlich, wofür der Dana Cup seit Jahrzehnten steht.
Entsprechend überwog nach dem Schlusspfiff nicht die Enttäuschung über das Ausscheiden, sondern der Stolz auf das Erlebte. Eine Woche lang haben die Borussen Fußball mit Mannschaften aus aller Welt gespielt, gemeinsam gelacht, internationale Freundschaften geschlossen und als Team noch enger zusammengefunden. Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaften und zwischen Spielern, Trainern und Betreuern war während des gesamten Turniers spürbar und machte die Reise nach Dänemark zu einem besonderen Erlebnis.
Ob Borussia Emsdetten auch 2027 wieder beim Dana Cup an den Start geht, wollen die Organisatoren Lars Heidotting und Boris Sander in den kommenden Wochen entscheiden. Nach den Eindrücken dieser Woche stehen die Zeichen jedoch gut, dass das internationale Fußballabenteuer im nächsten Jahr seine Fortsetzung findet.




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