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Samstag, Juli 11, 2026
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Rat gedenkt des verstorbenen Dr. Thomas Kock

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(Foto: Schwegmann)

Schweigeminute gestern zu Beginn der Ratssitzung zum Gedenken an den in der vergangenen Woche verstorbenen Dr. Thomas Kock.
Bürgermeister Oliver Kellner fand hierzu die passenden Worte:

Liebe Ratsmitglieder, liebe Mitarbeitende, verehrte Pressevertreter,  sehr geehrte Damen und Herren,

bevor wir in die heutige Sitzung einsteigen, möchte ich an einen Menschen erinnern, dessen Platz in diesem Rat über Jahrzehnte selbstverständlich war, der sich zwar im vergangenen Jahr aus der aktiven Politik verabschiedet hat und dennoch heute schmerzlich fehlt.

Dr. Thomas Kock ist am 30. Juni 2026 völlig unerwartet im Alter von 62 Jahren verstorben. Heute Morgen haben wir, Familie, Freunde, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie viele Menschen aus unserer Stadt von ihm Abschied genommen.

Mit seinem Tod verliert Emsdetten eine Persönlichkeit, die unsere kommunalpolitische Arbeit über Jahrzehnte geprägt hat. Über 36 Jahre gehörte Thomas Kock diesem Rat an. Über ein Vierteljahrhundert führte er die SPD-Fraktion.  

Neben seiner Ratstätigkeit war er viele Jahre Mitglied im Haupt-, Finanz- und Steuerungsausschuss, Kulturausschuss, Jugendhilfeausschuss, Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft & Wohnen, Umweltausschuss, Steuer- und Gebührenausschuss, Wahlprüfungsausschuss, Wahlausschuss,  Aufsichtsrat Stadtwerke, Verbandsversammlung VHS, Zweckverband Kreissparkasse, in vielen dieser Ausschüsse und Gremien auch jahrelang Vorsitzender.

Kaum ein wichtiges Thema, kaum eine richtungsweisende Entscheidung für unsere Stadt, die nicht auch mit seinem Namen verbunden sind.

Thomas Kock war ein Kommunalpolitiker mit großer Leidenschaft und einem tiefen Verantwortungsgefühl für Emsdetten. Er war hervorragend vorbereitet, argumentierte klar und präzise und scheute auch schwierige Debatten nicht. Sein Handeln war stets von Dialogbereitschaft und Ausgleich geprägt.

Als exzellenter Kommunalpolitiker und „Brückenbauer“ gelang es ihm immer wieder, Mehrheiten und Kompromisse über Fraktionsgrenzen hinweg zu erreichen. Dabei ging es ihm nie um den schnellen Beifall, sondern um tragfähige und weitsichtige Lösungen für die Menschen in unserer Stadt.  

Wer mit ihm zusammengearbeitet hat, wusste aber auch: Hinter der sachlichen und manchmal pointierten Art stand ein Mensch, der den respektvollen Austausch schätzte und unterschiedliche Auffassungen aushalten konnte. Er war ein überzeugter Demokrat, ein verlässlicher Gesprächspartner und jemand, der sich seiner Verantwortung für das Gemeinwohl stets bewusst war.

Das zeigte er auch außerhalb der Kommunalpolitik:

Seit 2002 war Dr. Thomas Kock als Oberstudienrat am Gymnasium Leoninum in Handrup tätig. Mit großem Engagement förderte er junge Menschen und setzte sich besonders für internationale Begegnungen und den interkulturellen Austausch ein.   

Sein Engagement im Caritasverband seit 2011 war von Menschlichkeit, sozialer Verantwortung und dem Einsatz für das Wohl der Menschen geprägt, auch dort immer in verantwortungsvollen Funktionen.  

Als leidenschaftlicher Anhänger des TV Emsdetten und Mitglied des „Block E“ unterstützte er seine Mannschaft über viele Jahre mit großer Begeisterung und Verbundenheit.  

Für seine außergewöhnlichen Verdienste und seinen unermüdlichen Einsatz für die Menschen in unserer Stadt durfte ich ihm vor wenigen Monaten die Verdienstmedaille der Stadt Emsdetten überreichen, Grundlage war ein einstimmiger, also fraktionsübergreifender Ratsbeschluss.  

Dass wir ihn so kurz danach verlieren würden, ist unbegreiflich. Umso dankbarer dürfen wir sein, dass wir ihm diese Anerkennung noch persönlich aussprechen konnten.

Im Namen der Stadt Emsdetten und auch ganz persönlich gilt unser tief empfundenes Mitgefühl seiner Ehefrau, seiner Familie und allen Angehörigen.

Frei nach Neil Young, dessen Musik wir heute Vormittag auf der Verabschiedung gehört haben:   

Thomas is gone, but not forgotten“

Wir werden Dr. Thomas Kock als engagierten Kommunalpolitiker, als langjährigen Weggefährten und als Menschen in dankbarer Erinnerung behalten.

Die Stadt wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Ich möchte Sie nun bitten, sich von Ihren Plätzen zu erheben.

Schenken wir Thomas einen stillen Moment unserer Erinnerung

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