Mit Unterstützung des Kreises Steinfurt und des Kreissportbundes Steinfurt (KSB) haben zehn Studierende der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) unter Leitung von Prof. Dr. Thorben Winter eine Analyse der inklusiven Angebote im Vereinssport durchgeführt. Die Ergebnisse ihrer Projektarbeit zum Thema „Inklusion im Sport – Bestandsanalyse in Sportvereinen und Gelingensbedingungen im Kreis Steinfurt“ stellten sie nun im Kreishaus vor. Von Relevanz waren dabei Sportangebote in den kreisangehörigen Kommunen, an denen Menschen mit Behinderung gleichberechtigt teilnehmen können. Aus den präsentierten Ergebnissen ergeben sich für den Kreis Steinfurt und den Kreissportbund Steinfurt wichtige Erkenntnisse für die Erhaltung und den Ausbau inklusiver Sportangebote in der Region.
Im Mittelpunkt der Projektarbeit stand die Leitfrage, unter welchen Bedingungen es Sportvereinen gelingt, inklusive Angebote langfristig erfolgreich umzusetzen und zu erhalten. Mit einer Online-Befragung, an der sich 53 Sportvereine im Kreis Steinfurt beteiligten sowie Leitfaden-Interviews mit Verantwortlichen aus fünf Vereinen leiteten die Studierenden zentrale Herausforderungen, Gelingensbedingungen sowie Handlungsempfehlungen ab.
Das Amt für Schule, Sport und Integration des Kreises Steinfurt und der KSB Steinfurt begleiteten die Durchführung der Projektarbeit. Sie vermittelten Kontakte zu den Sportvereinen im Kreis Steinfurt und unterstützten die Studierenden bei der Entwicklung des Online-Fragebogens und der Interviewfragen, sodass die Untersuchung repräsentative Ergebnisse zu inklusiven Sportangeboten im Kreis Steinfurt hervorbrachte.
Diese zeigen, dass 52 Prozent der Sportvereine, die sich an der Online-Befragung beteiligten, ein inklusives Angebot anbieten. Für die nachhaltige Umsetzung dieser Sportangebote sind unter anderem Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Übungsleitungen, eine offene, wertschätzende Vereinskultur, Öffentlichkeitsarbeit sowie funktionierende Kooperationen und Netzwerke wichtig. Die Projektarbeit offenbarte darüber hinaus Herausforderungen bei der Umsetzung, die beispielsweise Unsicherheiten gegenüber Menschen mit Behinderung betreffen. Hier können praktische Erfahrungen im Miteinander Hemmschwellen abbauen.
Aus den Ergebnissen ihrer Projektarbeit folgern die Studierenden, dass Inklusion im Sport nicht nur eine organisatorische Aufgabe sei, sondern ein grundlegendes Prinzip moderner Vereinsentwicklung. Inklusion im Sport gelinge dort, wo Engagement, Offenheit, Qualifizierung, Kooperation und Barrierefreiheit gemeinsam wirken.
Diesem Fazit schließt sich Sonja Bruns, Leiterin des Amtes für Schule, Sport und Integration des Kreises Steinfurt an, die sich über die wertvollen Erkenntnisse freut: „Die Ergebnisse der Projektarbeit sind für unsere Arbeit sehr bedeutsam. Sie zeigen den Vereinen und uns wichtige Handlungsempfehlungen zur Förderung inklusiver Sportangebote auf.“ Das bestätigt Stephan Artmann aus der Sportförderung des Kreises: „Auf Grundlage der Bestandsanalyse möchten wir unser Anliegen weiterverfolgen, das inklusive Sportangebot in unserer Region zu erhalten, weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen. Das ist für uns, die Vereine und alle Sportlerinnen und Sportler ein großer Gewinn.“




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