Am vergangenen Wochenende fand in Mönchengladbach erneut der „Toughest Firefighter Alive“ (TFA) statt – ein anspruchsvoller Feuerwehr-Wettkampf, der die realen Belastungen des Einsatzdienstes unter extremen Bedingungen simuliert.
Der TFA-Wettkampf besteht aus vier aufeinanderfolgenden Stationen, die typische Einsatzsituationen möglichst realitätsnah abbilden und den Teilnehmern alles abverlangen. Nach intensiver Vorbereitung und gemeinsamem Training nahmen hier vier Kameraden aus dem Löschzug Reckenfeld der Feuerwehr Greven als Staffelteam und Martin Boden als Einzelstarter teil.
Bereits zu Beginn müssen die Feuerwehrleute im vollständigen Einsatzanzug inklusive Atemschutzgerät ein Treppenhaus mit 15 Etagen erklimmen – eine enorme Belastung für Kreislauf und Muskulatur. Diese Aufgabe übernahm Justin Schmäing, der die Höhe in starken 2:25 Minuten bewältigte.
Im Anschluss folgt das Schlauchziehen: Hier müssen mehrere trockene, aber dennoch sehr schwere Feuerwehrschläuche über eine Strecke von rund 75 Metern gezogen werden. Durch ihr Eigengewicht und die Reibung am Boden entsteht ein Widerstand von etwa 100 Kilogramm. Danach müssen die Schläuche sauber und einsatzbereit wieder aufgerollt werden – eine Kombination aus Kraft, Technik und Ausdauer, die Christian Wedershoven erfolgreich meisterte.
Die dritte Station, erfolgreich von Joost Schwarte absolviert, verlangt vor allem rohe Kraft und Durchhaltevermögen: Beim sogenannten „Hammerschlagen“ wird ein schwerer Vorschlaghammer eingesetzt, um ein Gewicht über eine Strecke zu bewegen – vergleichbar mit dem gewaltsamen Öffnen von Türen oder Hindernissen im Einsatz. Direkt im Anschluss muss ein rund 85 Kilogramm schwerer Dummy – stellvertretend für eine zu rettende Person – über etwa 70 Meter gezogen werden.
Den Abschluss bildet eine besonders intensive Kombination aus Sprint und Tragearbeit: Nach einem 300-Meter-Lauf müssen zwei jeweils 20 Kilogramm schwere Kanister in den dritten Stock getragen werden. Zusätzlich wird ein 32 Kilogramm schweres Schlauchpaket per Seil nach oben gezogen. Diese letzte Station absolvierte Maurice Schmäing.
Die Staffel erreichte eine Gesamtzeit von 13:10 Minuten – eine beachtliche Leistung, auch wenn diese Zeit in der offiziellen Wertung nicht berücksichtigt wurde.
Bereits zum dritten Mal nahm als Einzelstarter Martin Boden teil, der die vier Stationen in einer Zeit von 13:50 Minuten absolvierte. Seine persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr konnte er damit zwar nicht verbessern, dennoch zeigte er sich zufrieden mit seiner Leistung.
Für Boden, der das Staffelteam aufgebaut hat, steht dennoch fest: „Die Entwicklung und der Teamgeist sind entscheidend.“
Sein Ziel für die Zukunft ist klar: Noch mehr Kameradinnen und Kameraden für den Feuerwehrsport zu begeistern und im kommenden Jahr erneut anzugreifen. Der TFA zeigt eindrucksvoll, welche körperlichen und mentalen Anforderungen Feuerwehrleute im Einsatz bewältigen müssen – und wie wichtig Fitness, Teamarbeit und Durchhaltevermögen im Ernstfall sind.




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