Am Donnerstag, Christi Himmelfahrt, feierte die St. Hubertus Schützenbruderschaft Reckenfeld ihr Jubiläums-Schützenfest. Bei nieseligem Wetter wurde unter Pfarrer Döpker die Hubertus-Messe gefeiert. In seiner Predigt ging Pfarrer Döpker auf die Schützen ein.
Entgegen der sonstigen Gewohnheiten, fand das Ausholen der Majestäten und der Fahnen im Deutschen Haus statt. Wegen des stetigen Regens wollte man den Marsch so kurz wie möglich halten. Unter den Klängen des Spielmannszug Bahnhof Greven zogen die Schützen zum Mahnmal am Bürgerhaus. Dort fand Brudermeisterin Bianca Thünemann passende Worte zum Geschehen in der Welt und ließ zu Ehren aller Verstorbenen der Bruderschaft einen Kranz niederlegen. Begleitet wurde die Zeremonie von Roger Meads, der auf dem Horn das Lied vom „Alten Kameraden“ spielte. Bei heftigem Regen ging es dann in Richtung Marienfried. Da der Zug wetterbedingt schneller vor Ort war, mussten die Helferinnen am Haus Marienfried improvisieren. Dennoch wurde der Schützenzug von vielen Bewohnern, geschützt durch Schirme und Regencapes und Fähnchen schwingend, empfangen. Nach der Begrüßung durch Oberst Lothar Reichhardt spielte der Spielmannszug den Bewohnern ein Ständchen. Diese bedankten sich mit einer Runde hochgeistiger Getränke. Auf dem Festplatz angekommen hieß es dann wegtreten und „Feuer frei“! Auf dem Festplatz waren vorsichtshalber einige Zelte und Schirme aufgebaut worden, so dass niemand im strömenden Regen stehen musste. Die Ehrengarde trotzte dem Wetter und hielt fleißig auf den bunt angemalten Vogel. Schnell fielen die Insignien. Diese holten sich Phil Körner, Apfel und Zepter, sowie Jan Schwartze, Krone. Der Rest war allerdings zäher, als gewünscht, so dass fast 400 Schuss benötigt wurden, bevor Florian Schmöckel der letzte und entscheidende Schuss gelang. Voll des Glückes spendierte er der Ehrengarde eine Runde, die diese gerne annahm.
Schnell ging es weiter mit dem zweiten Vogel des Tages. Auch hier fielen die Insignien schnell.
Alexander Schmidt sicherte sich die Krone, Thorsten Schluch den Apfel und Arne Strothmann das Zepter. Alle Besucher gingen davon aus, das Schießen würde in etwas so lange dauern, wie das vorherige. Das bedeutete Zeit für die reichhaltige Tombola, das gut bestückte Kuchenbuffet und die Leckereien vom Grill. Da auch hier alles überdacht war, wurde niemand über die Maßen nass. Schneller, als gedacht, ertönte plötzlich lautes Geschrei von der Vogelstange! Alexander Schmidt war der Meinung, der Vogel könne doch auch mit weniger als 200 Schuss fallen und machte diesem kurzerhand den Garaus! Welche Freude bei seiner Frau Manuela! Auch wenn sie selbst Aspirantin auf den Titel war, freute sie sich sehr mit ihrem Mann! In den Hofstaat wählten sie sich Bianca und Marcus Toppmöller, sowie Michelle Meyer und Arne Strothmann.
Ausnahmsweise fand die Proklamation im Zelt statt. Traute man doch den Wetterverhältnissen nicht all zu sehr. Nachdem der Festplatz aufgeräumt und gesichert worden war, trafen sich die Mitglieder der Bruderschaft beim neuen König zum traditionellen Schinkenschnittchen-Essen.
Am Freitag trafen sich die Jungschützen beim neuen Jungschützen-König zum Frühstück, während die Erwachsenen sich zum Frühstück auf dem Festplatz trafen. Ordentlich gestärkt wurde dann der nächste Vogel bearbeitet. Sollte doch in diesem Jahr auch ein neuer Schützen-Kaiser ermittelt werden. An diesem Schießen dürfen nur die ehemaligen Schützenköniginnen und –könige teilnehmen. Die Insignien sicherten sich hier Sven Körner, Zepter und Krone, sowie Arne Strothmann, Apfel. Recht zügig ging es der Hauptsache zu Leibe. Sabine Schwartze war die glückliche, die den Vogel mit ihrem Schuss von der Stange holte. Direkt im Anschluss wurde sie auch proklamiert. Sie erhielt die Kette von ihrem Vorgänger, Thorsten Schluch, und wurde von Bianca Thünemann mit den kaiserlichen Insignien geschmückt. Diadem und Schärpe gehörten dazu. Thorsten Schluch erhielt als Erinnerung ein Abzeichen.
Nun folgte der Höhepunkt des diesjährigen Schützenfestes: Die St. Hubertus Schützenbruderschaft feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Jubiläum. Was liegt also näher, als einen Jubiläums-König zu ermitteln? Teilnahmeberechtigt waren alle Mitglieder der Bruderschaft über 18 Jahren. Dementsprechend hoch war die Teilnahme an diesem Schießen. Über 20 Aspiranten stellten sich dem Wettbewerb! Hier gab es keine Insignien zu gewinnen! Das aber bedeutete: Vom ersten Schuss an in die Vollen! Dahin, wo es weh tut! Es war daher nicht verwunderlich, dass sehr bald der erste Flügel fiel, weil er dem Dauerbeschuss nicht standhalten konnte. Der Vogel drehte sich um 90° und jetzt konnte jeder genau sehen, wo er treffen musste. Stück für Stück wurde das Holz an der Stange weg geschossen! Nach dem 4. Durchgang konnte es jeden treffen! Doch es war einer der erfahrensten Schützenbrüder, dem der goldene Schuss gelang! Thorsten Schluch war der Glückliche, der sich den Titel Jubiläums-König 75-Jahre St. Hubertus Schützenbruderschaft Reckenfeld sicherte.
Nach dem Aufräumen des Platzes ging es dann für alle zum Ausruhen nach Hause! Um 19.00 Uhr hieß es dann Antreten an der Bagatelle, zum Umzug zum Königsball.
Unter Führung des Spielmannszuges Bahnhof marschierte die festlich gekleidete Truppe zum Deutschen Haus. Der verabschiedete sich dort mit einem Ständchen. Wo dieser Spielmannszug auftritt, gibt es gute Stimmung! Direkt nach dem Auszug begrüßte Bianca Thünemann die Anwesenden und bat die neuen Majestäten zum Ehrentanz.









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