Besteht doch noch Hoffnung auf Kunstrasen für Borussia?

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(Foto: privat)

Gemeinsame Presseerklärung von SV Borussia Emsdetten und MdB Jürgen Coße:

Es ist 17 Uhr am Nachmittag, die beiden Fußballplätze im Walter-Steinkühler-Stadion füllen sich mit Kindern und Jugendlichen, die nun Training haben. „Die Auslastung unserer Fußballplätze wäre mit einem Kunstrasenplatz zweieinhalb Mal höher, da wir keine oder weniger wetterbedingte Sperrungen hätten. Wir haben viele Kinder auf der Warteliste und hoffen sehr, dass die Stadt Emsdetten mit dem Förderantrag beim Bundesprogramm für die Sanierung kommunaler Sportstätten in der nächsten Runde berücksichtigt wird“, sagt Klaus Wilp, 2. Vorsitzender von Borussia Emsdetten im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Steinfurt, Jürgen Coße (SPD). Coße hat sich vor Ort im Walter-Steinkühler-Stadion mit Wilp und dem Ehrenvorsitzenden Frank Peters über die Pläne für einen neuen Kunstrasenplatz ausgetauscht.

„Ich werde mich im Haushaltsausschuss des Bundestages für das Projekt einsetzen, aber versprechen kann ich natürlich nichts. Wir Bundestagsabgeordnete können uns bei Förderprogrammen für Projekte aus unseren Wahlkreisen stark machen und Empfehlungen aussprechen, aber eine Garantie gibt es nicht. Gerade bei diesem Förderprogramm für die Sportvereine ist die Nachfrage viel zu groß. Das Programm ist 22-fach überzeichnet, das heißt, es standen in der ersten Förderrunde 333 Millionen Euro zur Verfügung, beantragt wurden aber Projekte im Umfang von insgesamt 7,5 Milliarden Euro von den Städten und Gemeinden. Trotzdem wollen wir es natürlich versuchen“, sagt Coße.

Geplant ist der Neubau eines Kunstrasen- und eines Naturrasenplatzes auf dem Gelände des Walter-Steinkühler-Stadions. „Wir haben rund 1.000 Mitglieder, eine lange Warteliste im Kinder- und Jugendfußball und wir sind sehr stark im Mädchen- und Frauenfußball vertreten. Außerdem verfolgen wir einen inklusiven Ansatz. Das sind sicherlich unsere Alleinstellungsmerkmale“, sagt Peters.

Die Stadt Emsdetten hat für die beiden Plätze knapp 760.000,00 Euro Fördermittel beantragt. Das wäre eine Förderquote von 45 Prozent. Wilp: „Die Gesamtkosten betragen 1.938.544,51 Euro. Die Stadt Emsdetten würde bei einem positiven Förderbescheid einen Anteil übernehmen und die Mitglieder des Vereins unterstützen ebenfalls das Vorhaben, indem sie über zehn Jahre hinweg einen höheren Mitgliedsbeitrag zahlen.“ Ob Emsdetten in der nächsten Runde des Förderprogramms dabei ist, wird frühestens im Herbst feststehen.

(Anm. der Red.) Bürgermeiser Oliver Kellner hatte in der letzten Ratssitzung im April verkündet,  dass der Stadt Emsdetten bereits ein Bescheid vorliegt, wonach der im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ gestellte Antrag auf Förderung eines Kunstrasenplatzes im Walter-Steinkühler-Stadion keine Berücksichtigung finden wird.

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