(66.) AllesDetten zu Gast bei… Stadtkaiserpaar Daniel und Denise Kortmann

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Denise und Daniel Kortmann, Kaiserpaar 2022 der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten (Foto: Schwegmann)

Strahlender Sonnenschein und Panoramafenster mit Ems-Blick in der Wohnung des noch amtierenden Kaiserpaares in Hembergen. AllesDetten ist wenige Wochen bevor ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin ermittelt wird, zu Gast bei Daniel und Denise Kortmann. Bei zwei offiziellen Terminen darf sich Daniel die Kaiserkette noch umhängen: Das 100-jährige Kolping-Jubiläum und das Schützenfest in Hembergen. Beim dann dritten Termin, dem Bundesfest der Vereinigten Schützengesellschaften, geht er mit Kette aus dem Haus und kommt am Abend ohne Kette wieder.

Daniel Kortmann war 2004 in Hembergen Vogelkönig und 2008 Sternkönig. Die Voraussetzungen um am Kaiserschießen teilnehmen zu können, waren also gegeben. Darüber hinaus war er 2012 und 2017 Saalprinz in Hembergen. Also ein aktiver „Vereinsmeier“. Als Vereinigtenvertreter dreimal im Festausschuss zum Bundesfest, weiß er ganz genau, was passiert und worauf es ankommt. Bereits 2016 hat er den Versuch gestartet, hat bis zum bitteren Ende drauf gehalten. Denise hatte bereits ein Kleid fertig im Schrank hängen. Damals war Mike Westkemper der glücklichere Schütze.

2020 war wieder der Plan da, doch dann wurde der ursprünglich angesetzte Termin kurzfristig verlegt. Dumm nur, dass Daniel und Denise für den neuen Termin, den Samstag, schon seit längerem Karten für ein Open-Air-Konzert der „Toten Hosen“ in Minden in der Schublade liegen hatten. – Ein Kaiserball ohne Kaiserpaar? – Schwer vorstellbar.

Dennoch stand Daniel in der Liste der Aspiranten und auch immer prompt zur Stelle, wenn sein Name zum Schuss aufgerufen wurde. Dennoch hatte Denise wieder das Kleid griffbereit. Und diesmal sollte es klappen und er hat den letzten Schuss abgefeuert.

Daniel und Denise Kortmann sind das neue Emsdettener Stadtkaiserpaar 2020!“ verkündete kurz darauf Vereinigten-Vorsitzender Rainer Müllmann vom Podest in der Konzertmuschel im Kulturhof Deitmar kurz vor Mitternacht den noch anwesenden Schützenbrüdern und -schwestern. Genau diesen Moment zeigt das obige Titelbild.
„Das war schon etwas ganz Besonderes!“ verrät uns Kaiserin Denise Kortmann, die erst da so wirklich realisierte, was geschehen war.

Die Konzertkarten konnten noch weiter verkauft werden, man war dann doch der Ansicht, dass die Anwesenheit des Kaiserpaares nicht die schlechteste Idee wäre…

Und genau das ist es, was Daniel Kortmann jetzt in den zurückliegenden vier Jahren immer wieder begleitete: Präsentieren, Repräsentanz zeigen. Während der (im Normalfall) vierjährigen Amtszeit lässt sich der Kaiser bei jeder Mitgliedsgesellschaft bei deren Schützenfest sehen. Die Besuche und die herzliche Aufnahme in Ahlintel und bei den Lehmkuhlern sind den beiden besonders angenehm in Erinnerung geblieben.

Königsempfang, Jubelkönigsempfang, Vereinsjubiläen, Gefallenenehrung am Volkstrauertag oder auch die „Nacht der Majestäten“ in Greven sowie viele weitere Termine bestimmen von nun an den Kalender im Hause Kortmann. – Häufig zum Leidwesen der Töchter Larissa und  Inga-Marie. Beim Kaiserschuss waren sie zwölf und 14 Jahre alt, mittlerweile 16 und 18 und feiern selber kräftig beim Schützenfest mit. Leidwesen deshalb, weil jetzt natürlich mancher Samstagabend alleine, ohne Eltern, zuhause verbracht wurde. „Aber Papa so glücklich zu sehen, war uns das wert!“, verrät uns Inga-Marie

Denise, die eigentlich eher schüchtern ist, musste jetzt erstmal damit klar kommen, dass sie plötzlich beim Metzger erkannt und begrüßt wurde und sich alle Kunden nach ihr umdrehten.

Die graue Jacke des Stadtkaisers, bestickt mit dem eigenen Namen und dem Kaiserjahr, trägt Daniel Kortmann bereits heute bei allen offiziellen Anlässen, – künftig dann eben ohne Kette. Seinem Nachfolger – oder seiner Nachfolgerin, denn das ist in diesem Jahr erstmals möglich – gibt er mit auf den Weg: „Bleib so wie du bist!“, – man soll sich nicht verstellen.

Beide, Daniel und Denise, sind sich abschließend einig: „Es war eine unvergeßliche, schöne Zeit!“ und diese geht ja jetzt im Kreise der ehemaligen Kaiser weiter…

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