Frauenrechte sind Menschenrechte – Philosophischer Salon thematisiert weibliche Genitalverstümmelung

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(Foto: T. Rengers)

Unter dem Titel „Frauenrechte sind Menschenrechte – Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) als globale Menschenrechtsverletzung“ lädt Tanja Heuer, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Emsdetten, mit dem Organisationsteam zum nächsten Philosophischen Salon ein. Die Veranstaltung findet am Freitag, 13. März 2026, um 19.00 Uhr in der Stadtbibliothek Emsdetten statt.

Santana Doumbia-Milkereit

Referentin Santana Doumbia-Milkereit
(Foto: Cl. Haardiek)

Referentin des Abends ist Santana Doumbia-Milkereit, Psychologin (M.Sc.), Journalistin, Autorin und Vorständin von Terre des Femmes. Als Betroffene engagiert sie sich seit vielen Jahren für Aufklärung und gegen weibliche Genitalverstümmelung.

Hintergrund

Weibliche Genitalverstümmelung – international als Female Genital Mutilation (FGM) bezeichnet – ist eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte von Mädchen und Frauen. Weltweit sind nach Schätzungen von UNICEF mehr als 230 Millionen Frauen und Mädchen betroffen. Jedes Jahr sind Millionen weitere Mädchen gefährdet.

Auch in Deutschland ist das Thema präsent: Nach aktuellen Schätzungen leben hier über 100.000 von FGM betroffene Frauen und Mädchen, während mehr als 20.000 Mädchen als gefährdet gelten. Damit ist weibliche Genitalverstümmelung kein Problem „weit weg“, sondern betrifft auch Frauen, die in Deutschland leben.

„Viele Menschen denken bei weiblicher Genitalverstümmelung noch immer an ein Problem in fernen Ländern. Die Realität zeigt jedoch, dass auch in Deutschland Frauen und Mädchen betroffen sind. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen, Wissen zu vermitteln und gemeinsam Verantwortung für den Schutz von Mädchen und Frauen zu übernehmen“, betont Tanja Heuer.

Das erwartet die Teilnehmenden

Im Vortrag werden die körperlichen, psychischen und sozialen Folgen von FGM beleuchtet – von akuten medizinischen Komplikationen über langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen bis hin zu traumatischen Erfahrungen und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Gleichzeitig wird der Frage nachgegangen, warum sich diese Praxis bis heute in einigen Regionen hält und welche kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Dynamiken dabei eine Rolle spielen.

Der Abend verbindet fachliche Einordnung mit einer menschenrechtlichen Perspektive und lädt im Anschluss ausdrücklich zum gemeinsamen Austausch ein. Ziel ist es, über das Thema zu informieren, für die Situation betroffener Frauen zu sensibilisieren und Raum für Fragen, Gedanken und Diskussion zu schaffen.

Teilnahme

Der Eintritt beträgt 15 Euro (inklusive Antipasti). Der Überschuss der Veranstaltung wird an das Frauenhaus Rheine sowie an Terre des Femmes gespendet.

Die Teilnahme ist barrierefrei möglich. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen wird eine Ringschleife installiert. Interessierte melden sich für den Vortrag bitte per Mail an gleichstellung@emsdetten.de an.

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