Seit 2023 verbindet den Kreis Steinfurt eine Solidaritätspartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Tscherkassy. Auf die schriftliche Besiegelung der Partnerschaft vor knapp drei Jahren folgte nun ein erstes persönliches Kennenlernen im Rahmen des Besuches einer zwölfköpfigen Delegation aus der Ukraine im Kreis Steinfurt. Landrat Dr. Martin Sommer begrüßte die Gäste – darunter zwei stellvertretende Bürgermeisterinnen, Verwaltungsmitarbeitende sowie Schülerinnen und Schüler – bei einem offiziellen Empfang im Steinfurter Kreishaus, der im Zeichen des Austauschs und gegenseitiger Wertschätzung stand.
Eröffnet wurde der Empfang durch den Eintrag in das Goldene Buch des Kreises Steinfurt durch Anastasiia Chubina, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Tscherkassy. Anschließend betonte Landrat Dr. Martin Sommer die Verbundenheit zwischen den beiden Regionen: „Seit mehr als vier Jahren ist die Ukraine den russischen Angriffen ausgesetzt. Tagtäglich leisten Sie bemerkenswerten, mutigen Widerstand und haben die Hoffnung auf einen Frieden dennoch nicht verloren. Ich versichere Ihnen, dass wir den Ukrainerinnen und Ukrainern solidarisch zur Seite stehen, so lange es notwendig ist.“ Auch Anastasiia Chubina drückte Respekt und Dankbarkeit für die Partnerschaft aus, durch die bereits wichtige Projekte zur Unterstützung der Bevölkerung in Tscherkassy umgesetzt wurden. Dazu zählen Hilfslieferungen mit Schulausrüstung oder Hospitationen ukrainischer Ärzte im Klinikum Ibbenbüren. Über mögliche folgende Hilfsmaßnahmen tauschten sich die Beteiligten aus Tscherkassy und dem Kreis Steinfurt bei einem gemeinsamen Abendessen aus, mit dem die Partnerschaft nach dem offiziellen Teil des Empfangs weiter gestärkt wurde.

Für den dreitägigen Delegationsbesuch waren interessante Programmpunkte geplant, die den ukrainischen Gästen einen Einblick in die Region, die Kultur und das gesellschaftliche Leben im Kreis Steinfurt möglich machten. So lernten die Ukrainerinnen und Ukrainer das Kloster Bentlage in Rheine sowie den Bioenergiepark in Saerbeck kennen und traten in den Austausch mit der Kreishandwerkerschaft Steinfurt. „Der Besuch füllt unsere Partnerschaft mit Leben. Ich bin sehr froh über das Kennenlernen und die persönlichen Gespräche, die uns einen ehrlichen Eindruck der Situation in der Ukraine vermitteln“, betonte Martin Schmitt aus dem Amt für Kultur, Tourismus und Heimatpflege, der die Partnerschaften des Kreises Steinfurt auf Arbeitsebene betreut.




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